Preisanstiege ausgebremst

Bausparkasse LBS: Corona verhilft zu Atempause in der Immobilienpreisentwicklung


Bausparkasse LBS: Corona verhilft zu Atempause in der Immobilienpreisentwicklung

Die Corona-Pandemie verschafft dem Immobilienmarkt mit seinen seit Jahren starken Preisanstiegen nach Einschätzung der Landesbausparkassen eine Atempause.

"Corona bremst den Preisanstieg bei Wohnimmobilien zumindest vorübergehend aus", sagte der Chef der LBS-Bundesgeschäftsstelle, Axel Guthmann, laut einer Mitteilung vom Samstag in Berlin. Die Experten der LBS und Sparkassen erwarten demnach bis zum Herbst keinen weiteren Anstieg der Wohnimmobilienpreise. Noch im Januar seien sie von Preissteigerungen zwischen rund 4 Prozent bei Eigenheimen und Eigentumswohnungen sowie fast 6 Prozent bei Bauland ausgegangen.

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Allerdings rechnen die LBS-Experten nicht mit einer dauerhaften Entspannung. Aktuell falle die Nachfrage nach Baugrund, Häusern und Wohnungen "in den kommenden Monaten etwas zurückhaltender" aus, als vor der Corona-Krise. Aber vieles, was vor der Krise die Einschätzung des Wohnungsmarkts bestimmt habe, gelte weiter: Die zum Verkauf stehenden Eigentumswohnungen und Eigenheime waren knapp und seien es immer noch. Basis der Prognose ist eine Befragung von rund 600 Immobilienmarktexperten der Sparkassen-Gruppe.

Zudem ließen sich "nicht alle Regionen über einen Kamm scheren": Bei den Eigenheimen beispielsweise rechneten die Befragten vor allem in den südlichen und östlichen Bundesländern mit einem leichten Rückgang des Interesses, während sie im Norden eher von einer unveränderten Nachfrage ausgingen. "Ein Grund könnte sein, dass die Wirtschaftslage in Regionen unsicherer ist, die stark von der Autoindustrie geprägt sind", sagte Guthmann.

BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Eisenhans/Fotolia

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