Überverkaufter Markt in Sojabohnen
Bei Agrargütern spielt das Klima eine grosse Rolle, so nicht anders auch bei Sojabohnen.
Werte in diesem Artikel
Das trockene und heisse Wetter in Südamerika könnte die Ertragsaussichten für Sojabohnen verschlechtern. Bald steigende Kurse könnten die Folge sein.
Kursverfall hat seinen Grund
Als hauptsächlicher Grund für die schwache Kursentwicklung bei Sojabohnen, folgend dargestellt mit dem Soybean January 2012 Future in US-Cent (Bild 1) ist wohl die jüngste Prognose der US-Landwirtschaftsbehörde (U.S. Department of Agriculture / USDA), dass die weltweite Produktion in der Saison 2011/12 steigen wird und gleichzeitig die weltweite Nachfrage nach Sojabohnen sinkt. Dies hat der Markt verständlicherweise negativ interpretiert und der Future hat deutlich an Wert eingebüsst. Nun macht es aber allen Anschein, dass die Verkaufswelle ausläuft oder bereits ausgelaufen ist. Händler gehen davon aus, dass der Markt nun überverkauft ist. Ein zusätzlicher positiver Impuls könnte auch – wie eingangs geschrieben – aus Südamerika kommen. Informativ: An der Börse Frankfurt werden vier Sojabohnen-ETCs („long“, „leveraged“, „short“) in Euro gehandelt. Emittenten sind ETF Securities mit drei Produkten und Source mit einem Produkt.
Bild 1 Soybean January 2012 Future in US-Cent, 20.12.06 – 14.12.11
Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.
Risikohinweis: Rohstoffe und Währungen sind volatil. Deshalb kommen diese ETCs nur für Anleger in Frage, die das Risiko verstehen und auch tragen können. Eine laufende Überwachung ist empfehlenswert.
Autor: Thomas J. Caduff
Thomas J. Caduff ist Chefredakteur der YouQuant.com - ETF/ETC-Flashs und der QuantScreener.com - Derivate-Flashs. Weitere Informationen: www.icngroup.com.
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
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