MÄRKTE USA/Börsen dank Öl und Renditen von Tagestiefs erholt


Werte in diesem Artikel
Aktien

949.00 EUR -1.00 EUR -0.11 %

217.40 EUR -2.20 EUR -1.00 %

196.62 EUR -0.22 EUR -0.11 %

205.80 EUR 1.90 EUR 0.93 %

397.00 EUR -7.50 EUR -1.85 %

DOW JONES--Nach den Verlusten der Vorwoche mit einer kleinen Erholung zum Wochenschluss bleibt die Stimmung an der Wall Street am Montag angeschlagen. Der Dow-Jones-Index steigt bis zum Mittag US-Ostküstenzeit zwar um 0,4 Prozent auf 53.467 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite sinken allerdings um 0,1 bzw. 0,3 Prozent. Dank fallender Anleiherenditen und gesunkenen Ölpreisen erholen sich die Indizes von ihren Tagestiefs. Die zinssensiblen Technologiewerte werden von Sorgen über gestiegene Renditen und den am Mittwoch anstehenden Geschäftszahlen von Nvidia gleich doppelt in die Zange genommen. Nvidia-Zahlen konnten zuletzt keine Euphorie mehr im KI-Sektor auslösen. Der Technologiesektor an der Nasdaq büßt 0,5 Prozent ein.

Werbung

Belastet wird die Stimmung unverändert durch Sorgen über die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen, die ausufernde Staatsverschuldung, Druck im Technologiesektor und geopolitische Spannungen. An diesen Belastungsfaktoren hat sich zum Wochenbeginn nicht viel geändert. Die Renditen von US-Staatsanleihen geben zwar nach, bewegen sich aber weiterhin auf hohem Niveau, die 10-jährigen notieren nahe Mehrmonatshochs. Dazu passt, dass sich das Wirtschaftswachstum im Juli laut Chicago-Fed wahrscheinlich abgeschwächt hat. Der entsprechende Konjunkturindex ermäßigte sich.

Die Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Renditen der Langläufer zu drücken, ist weitgehend verpufft. Händler sprechen von Zweifeln am langfristigen Erfolg der Maßnahmen. Allein im vergangenen Jahr seien die US-Schulden um rund 3,0 Billionen Dollar gestiegen, heißt es. Entsprechend nimmt die Belastung des US-Haushalts durch Zinszahlungen zu, weil Investoren angesichts der steigenden Verschuldung höhere Zinsen verlangen.

Mit entsprechender Spannung wird daher dem ersten Auftritt von US-Notenbankchef Kevin Warsh auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am Freitag entgegengeblickt. "Es ist zwar signalisiert worden, dass in den kommenden Tagen einige Ankündigungen zur Kürzung verschwenderischer Ausgaben gemacht werden, aber ohne ein großes Umdenken seitens des Kongresses werden wir nur an der Oberfläche kratzen", warnt ING-Analyst Benjamin Schroeder vor den Folgen der steigenden Staatsverschuldung in den USA.

Werbung

Im Iran-Krieg setzen die USA nun verstärkt auf wirtschaftlichen Druck: US-Finanzminister Scott Bessent sprach von den "härtesten Sanktionen der Geschichte". Er wird am Abend (MESZ) eine Pressekonferenz abhalten, auf der Einzelheiten zu neuen Wirtschaftsbeschränkungen gegen Teheran erwartet werden. Zu den bekannten Sorgen an der Wall Street gesellt sich mit dem eskalierenden Zollstreit zwischen den USA und Kanada nun eine weitere. Denn Kanada hat mit Vergeltungszöllen auf die von den USA zuvor verhängten Importzölle reagiert. Eine Einigung scheint kurzfristig nicht in Sicht.

Am Anleihemarkt kommen die Renditen leicht zurück. Von einer Trendwende ist im Handel aber nicht die Rede: Die Kräfte, die die Renditen von Staatsanleihen nach oben trieben, seien noch nicht erschöpft, urteilen die Analysten von Barclays und verweisen auf ein widerstandsfähiges Wirtschaftswachstum, eine hartnäckig hohe Inflation und den Investitionszyklus im KI-Bereich. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt um 5 Basispunkte auf 4,69 Prozent - gedrückt von etwas niedrigeren Ölpreisen und damit etwas nachlassendem Inflationsdruck.

Der Dollar reagiert nicht auf leicht nachgebende Marktzinsen, der Dollar-Index steigt um 0,2 Prozent. Händler setzen kurzfristig auf zulegende Renditen - ein Argument für höhere Dollar-Kurse. Der Goldpreis profitiert von den aktuell etwas sinkenden Renditen - der Feinunze verteuert sich um 1,2 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten, nachdem die überraschende Ausweitung der Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen durch das US-Finanzministerium neue Sorgen über den Dollar ausgelöst hatte.

Werbung

Erdöl verbilligt sich um über 2 Prozent - belastet von der Aussicht wirtschaftlichen US-Drucks auf Teheran statt militärischem. Doch scheint das nur eine Momentaufnahme zu sein. Morgan Stanley hat die Prognose für Rohöl der Sorte Brent für das vierte Quartal angehoben. Die Bank rechnet mit einem Preisanstieg auf 100 US-Dollar pro Barrel in der Spitze wegen einer Verknappung des Rohölangebots.

Unter den Einzelaktien sinken im Vorfeld des Geschäftsausweises Nvidia um 1,8 Prozent. Dass die KI-Sparte von SpaceX wird Nvidia-Vera-CPU-Chips einsetzen wird, hilft dem Kurs nicht. Im Speicherchipsektor geben Micron Technology und Western Digital 4,9 bzw. 5,0 Prozent nach. Steel Dynamics ziehen um 1,8 Prozent an, nachdem die Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada gescheitert sind. Auch die Titel des konkurrierenden Stahlproduzenten Nucor legen zu - um 1,9 Prozent. Zölle auf kanadische Stahl- und Aluminiumimporte stützen die Kurse.

===

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 53.466,61 +0,4 +189,60 53.277,01

S&P-500 7.667,56 -0,1 -6,81 7.674,37

NASDAQ Comp 26.094,71 -0,3 -85,75 26.180,46

NASDAQ 100 29.122,19 -0,6 -186,67 29.308,86

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,23 -0,00 4,25 4,22

5 Jahre 4,40 -0,02 4,42 4,39

10 Jahre 4,69 -0,05 4,72 4,68

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:01

EUR/USD 1,1666 -0,1 -0,0013 1,1679 1,1673

EUR/JPY 185,58 -0,0 -0,0100 185,59 185,5600

EUR/CHF 0,9358 +0,0 0,0003 0,9355 0,9351

EUR/GBP 0,8556 0,0 0,0000 0,8556 0,8566

USD/JPY 159,07 +0,1 0,1400 158,93 158,9500

GBP/USD 1,3631 -0,1 -0,0009 1,3633 1,3623

USD/CNY 6,7219 +0,0 0,0009 6,7210 6,7216

USD/CNH 6,7222 +0,0 0,0030 6,7193 6,7218

AUS/USD 0,715 -0,3 -0,0019 0,7169 0,7162

Bitcoin/USD 79.607,54 +2,9 2.202,59 77.404,95 77.379,19

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 85,09 -2,3 -1,97 87,06

Brent/ICE 92,39 -2,1 -2,00 94,39

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.656,39 +1,2 53,78 4.602,61

Silber 68,65 -0,5 -0,32 68,97

Platin 1.881,08 +0,2 3,30 1.877,78

(Angaben ohne Gewähr)

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/cbr

(END) Dow Jones Newswires

August 24, 2026 12:38 ET (16:38 GMT)

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.