Talfahrt

Kupferpreis im Sinkflug: Erstmals seit November 2020 unter 7.000 US-Dollar gefallen


Kupferpreis im Sinkflug: Erstmals seit November 2020 unter 7.000 US-Dollar gefallen

An den Rohstoffmärkten hat sich die Talfahrt der Preise für Industriemetalle nach schwachen Konjunkturdaten aus China am Freitag fortgesetzt.

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Am Morgen fiel die Notierung für eine Tonne Kupfer an der Börse in London erstmals seit November 2020 unter die Marke von 7.000 US-Dollar. Am Donnerstag wurde Kupfer noch zu einem Preis von über 7.300 Dollar gehandelt. Der Preis für Kupfer gilt gemeinhin auch als Indikator für die allgemeine konjunkturelle Entwicklung.

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Der starke Preisrückgang kurz vor dem Wochenende wird mit schwachen Konjunkturdaten aus China erklärt. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hat die Konjunktur deutlich an Fahrt verloren. Wegen strenger Corona-Maßnahmen ist die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal nur noch um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Es ist das schwächste Quartalswachstum seit Beginn der Corona-Pandemie, nachdem Chinas Wirtschaft zu Beginn des Jahres noch um 4,8 Prozent gewachsen war.

Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs haben im Verlauf der Woche einen weiteren Rückgang beim Kupfer-Preis prognostiziert. Sie gehen davon aus, dass die Notierung in den kommenden drei Monaten bis auf 6.700 Dollar je Tonne fallen könnte. Sie erklärten dies auch mit dem starken Dollar, der das Metall in Ländern außerhalb des Dollarraums verteuert und die Nachfrage bremst.

Neben dem Kupferpreis standen am Morgen auch die Notierungen von anderen Industriemetallen stark unter Druck. So sank der Preis für eine Eisenerz um fast drei Prozent auf 102,55 US-Dollar je Tonne. Am Donnerstag war Eisenerz sogar zeitweise unter 100 Dollar gehandelt worden, nachdem sich Anleger zunehmend Sorge wegen einer Schieflage auf dem chinesischen Immobiliensektor machten. In den vergangenen Jahren hatte der Bauboom in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt große Mengen an Stahl benötigt, was den Preis für Eisenerz nach oben trieb.

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LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Aurubis AG, oljalja / Shutterstock.com

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