Christian Scheid-Kolumne

HUGO BOSS: Übernahmefantasie sorgt für Boden


HUGO BOSS: Übernahmefantasie sorgt für Boden | finanzen.net

Mit einem kleinen Plus von knapp 2,9 Prozent schaffte die Aktie von HUGO BOSS erstmals seit Februar dieses Jahres wieder eine positive Monatsperformance.

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Für frischen Wind sorgen Veränderungen in der Aktionärsstruktur. Bereits Anfang Juni hat der britische Sport- und Modehändler Frasers seinen Anteil am Modekonzern Hugo Boss von 2,15 auf 2,47 Prozent aufgestockt. Zudem hatte sich Frasers über Optionen Möglichkeiten für einen Zugriff auf weitere Aktien eingeräumt. Per 22. Juli wurde dann die Schwelle von 15 Prozent der Stimmrechte überschritten.

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Wie die Nachrichtenagentur Reuters kürzlich in Erfahrung gebracht hat, hat Frasers beim Bundeskartellamt einen Antrag gestellt, um den Anteil weiter aufzustocken. Die Briten betrachten Boss als strategisches Investment und streben eine "angemessene Vertretung" im Aufsichtsrat an. Es ist also für Spannung gesorgt, auch wenn offen ist, wie hoch die Beteiligung am Ende ausfallen wird. Die Übernahmefantasie kommt zur rechten Zeit. Denn die operative Entwicklung lässt zu wünschen übrig. Der Umsatz des Modekonzerns sank im zweiten Quartal um ein Prozent auf knapp 1,02 Mrd. Euro und das Ebit von 121 Mio. auf 70 Mio. Euro.

Infolge des schwachen Quartals und den anhaltenden makroökonomischen und geo¬politischen Herausforderungen kappte Hugo Boss zudem die Jahresprognose. Das Unternehmen geht nun nur noch von einem Umsatzplus zwischen einem und vier Prozent statt drei bis sechs Prozent aus. Zudem werden beim Ebit minus 15 bis plus fünf Prozent erwartet statt plus fünf bis 15 Prozent. Da insgesamt nun aber die Chancen auf eine Bodenbildung steigen, ist ein Bonus Cap-Zertifikat von Vontobel (ISIN DE000VC0H6S8) interessant. Bei einem Sicherheitspuffer von 14,3 Prozent bietet das Papier in gut einem Jahr die Chance auf einen Ertrag von 25,8 Prozent.

Christian Scheid ist seit rund 18 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist tätig, davon seit circa zehn Jahren als freier Autor. Aktuell schreibt er für mehrere deutschsprachige Fachmagazine und -zeitungen in den Bereichen Aktien und Derivate, darunter Börse Online, Capital, Euro am Sonntag und Zertifikate // Austria. Per 1. Juli 2014 kehrte er zum ZertifikateJournal zurück, wo er bis Ende 2009 schon einmal tätig war und die damalige Österreich-Ausgabe des ZJ verantwortete.

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