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Trading Idee: Commerzbank - Rekordquartal und Saisonrally eröffnen die Chance auf 42 Euro


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Die Aktien von Commerzbank (ISIN: DE000CBK1001), des in Frankfurt am Main ansässigen zweitgrössten deutschen Geschäftsbank-Konzerns mit starkem Heimatmarktgeschäft und der polnischen Tochter mBank, haben nach dem besten Quartal der Firmengeschichte bis auf wenige Prozent an das Verlaufshoch bei 41,05 Euro herangezogen und notieren bei 39,52 Euro in einer flachen Konsolidierung, die im intakten Aufwärtstrend eine Long-Chance eröffnet.        

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Aktien

39.11 EUR -0.07 EUR -0.18 %

Risikohinweis: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Getragen wird der Trend vom 50er-EMA bei 38,54 Euro und dem 200er-EMA bei 35,42 Euro, die beide klar unter dem Kurs verlaufen, während der 10er-EMA bei 39,80 Euro aktuell knapp darüber liegt und die kurzfristige Verschnaufpause markiert. Da der Kurs oberhalb der Ichimoku-Wolke handelt, ist das übergeordnete Bild auch langfristig bullisch, und ein Sprung über das Verlaufshoch bei 41,05 Euro würde den Weg zum Etappenziel bei 42 Euro öffnen. Der 200er-EMA dient als langfristiger Signalgeber für den weiteren Kursverlauf, gemeinsam mit der Ichimoku-Wolke, während nach unten der 50er-EMA bei 38,54 Euro und die horizontale Unterstützung bei 38,20 Euro als erste Auffangzone dienen. Der RSI hält sich mit 53,36 zudem oberhalb der 50er-Marke und bestätigt damit das positive Grundmomentum, ohne bereits in den überkauften Bereich vorgedrungen zu sein, sodass nach oben noch Spielraum bleibt.

In eigener Sache

Saisonal zählt die Spanne vom 1. September bis zum 14. November zu den stärksten Phasen der vergangenen zehn Jahre. In diesem Fenster hat die Aktie jedes Jahr zugelegt, im Schnitt um 10,53%. Das sind allerdings Durchschnittswerte und kein automatischer Verlauf für 2026.

Fundamental steht die Bank so stark da wie nie. Im ersten Halbjahr 2026 steigerte Commerzbank die Erträge um 7% auf 6,5 Milliarden Euro, hob das operative Ergebnis (EBIT) um 14% auf 2,7 Milliarden Euro, und der Nettogewinn stieg um 40% auf 1,8 Milliarden Euro. Das zweite Quartal lieferte mit einem operativen Ergebnis von 1,367 Milliarden Euro den besten Wert der Firmengeschichte, und der Nettogewinn kletterte auf 898 Millionen Euro nach 463 Millionen Euro im Vorjahr und übertraf die erwarteten 845 Millionen Euro. Die Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital erreichte im Halbjahr 12,6% und lag damit über dem Jahresziel von 12%, während die harte Kernkapitalquote mit 14,4% komfortabel ausfiel und das Management sein Gewinnziel für 2026 bestätigte. Den nächsten Zwischenbericht legt die Bank am 5. November 2026 vor.

Hinter den Zahlen steht die Strategie Momentum 2030, mit der das Management für das laufende Jahr einen Nettogewinn von mindestens 3,4 Milliarden Euro, Erträge um 13,2 Milliarden Euro und eine Aufwand-Ertrag-Quote von rund 53% anpeilt und die Rendite auf das materielle Eigenkapital bis 2028 auf etwa 17% und bis 2030 auf rund 21% treiben will. Für 2026 ist eine Kapitalrückführung von 3,2 Milliarden Euro geplant, bestehend aus einem von der EZB genehmigten Aktienrückkauf über 1,2 Milliarden Euro und einer Dividende, die zusammen mindestens die Hälfte des Gewinns ausschütten.

Über der Aktie liegt weiter die Beteiligung der italienischen UniCredit. Über Aktien und Derivate kontrolliert UniCredit rechnerisch rund 49,65% der Stimmrechte, direkt stehen gut 27% im Register, während der Bund rund 12,6% hält. Im Fokus steht der 14. September. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat UniCredit-Chef Andrea Orcel ins Finanzministerium nach Berlin geladen, beide Seiten haben das Treffen bestätigt. Der Bund gilt nicht mehr als prinzipieller Blockierer und signalisiert Verkaufsbereitschaft, sofern Orcel und Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp eine gemeinsame Linie finden; Medienberichten zufolge dürfte auch die EZB einer Übernahme nicht im Weg stehen, entschieden ist jedoch nichts.

Der nächste sichtbare Termin nach Berlin ist der 26. September mit einem Auftritt auf einer Finanzkonferenz von Bank of America, bevor am 5. November die Quartalszahlen anstehen. Unter Marktteilnehmern gilt das Rekordhalbjahr bereits als eingepreist, und der Streitpunkt ist, ob am 14. September eine verkaufsfähige Linie für den Bund-Anteil gefunden wird; die Annäherung Berlins hat die Aktie mit dem Lauf an 41,05 Euro schon vorweggenommen. Vorstand und Aufsichtsrat pochen weiter auf Momentum 2030 und den Schutz der Minderheitsaktionäre.

Die Bewertung spiegelt den Lauf bereits zu grossen Teilen wider. Von 13 Häusern raten sieben zum Kauf, fünf zum Halten und eines zum Verkauf. Das mittlere Kursziel liegt bei 40,84 Euro. Kepler Cheuvreux nennt ein Kursziel von 45 Euro, Citi 40 Euro, JPMorgan 38 Euro. Das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt für 2026 bei 12,61 und sinkt für 2027 und 2028 auf 10,35 und 8,59, gerechnet auf erwartete Gewinne von 3,14, 3,82 und 4,60 Euro je Aktie. Gemessen an den Gewinnen der zurückliegenden zwölf Monate ist Commerzbank mit einem KGV von 15 gleichwohl teurer als die italienische UniCredit mit knapp 12 und die französische BNP Paribas mit rund 9, ein Aufschlag, den der Markt der anziehenden Profitabilität und der Übernahmefantasie zugesteht. Die Dividendenrendite liegt bei 2,76% und wurde im vierten Jahr in Folge erhöht.

Zu den grössten Belastungsfaktoren zählt die UniCredit-Beteiligung selbst, die als strategischer Unsicherheitsfaktor über der Aktie schwebt, solange über Fusion, Aufstockung oder Rückzug nicht entschieden ist. Scheitert das Treffen am 14. September oder bleibt der Bund-Anteil unverkäuflich, fehlt der politische Hebel, den das Kursziel von 42 Euro über dem mittleren Kursziel von 40,84 Euro braucht. Operativ drücken der intensive Einlagenwettbewerb im deutschen Markt und die sinkenden Leitzinsen in Polen, die den Zinsüberschuss der Tochter mBank belasten, dazu die allgemeine geopolitische Unsicherheit. Nach der Rally notiert die Aktie zudem dicht am Verlaufshoch, das durchschnittliche Kursziel liegt kaum darüber und einzelne Häuser haben ihre Gewinnschätzungen zuletzt gesenkt, sodass die Fortsetzung eher von neuen Kapitalmassnahmen und dem Saisonmuster als von klassischem Bewertungsspielraum abhängt.

Trading Idee: Commerzbank

Fazit:

Zur Umsetzung der Long-Idee bietet sich ein Open-End-Turbo-Long von ING Markets mit der WKN NB58JX an, denn klettert der Basiswert auf 42 Euro, entspricht das im Schein einem Plus von 29,73%. Ein Stopp-Loss bei 38 Euro, knapp unter der Unterstützung bei 38,20 Euro, würde den Verlust im Produkt auf 20,02% begrenzen. Daraus ergibt sich ein Chance-Risiko-Verhältnis von 1,48.

Risikohinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Werte dar. Die besprochenen Wertpapiere sind sehr volatile und risikoreiche Anlageformen. Dies ist keine Anlageberatung, und jede Entscheidung erfolgt auf eigenes Risiko. Hinweis: Stopp-Loss-Marken und Gewinnziele dienen lediglich als Orientierung und sollten an das individuelle Risiko- und Geldmanagement sowie die tagesaktuelle Marktentwicklung angepasst werden. Gewinne sollten eigenverantwortlich realisiert werden. Das Erreichen des Kursziels basiert auf dem angegebenen Zielkurs des Basiswerts. Der Autor ist zum Zeitpunkt der Analyse nicht in Commerzbank-Aktien investiert.

Trading Idee: Commerzbank
BasiswertCommerzbank AG (ISIN: DE000CBK1001)
ProduktgattungTurbo Long
EmittentING Markets
ISIN/WKN HebelproduktDE000NB58JX7 / NB58JX
LaufzeitOpen End
Kurs K.-o.-Call (Datum)7,92/7,93€ (01.09.2026, 12:54 Uhr)
Basispreis variabel31,71€
Knock-out-Schwelle31,71€
Hebel4,97
Abstand zum Knock-out19,83%
Stop-Loss Call6,43€
Ziel Call10,43€ (+29,73%)

Risikohinweis:
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

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02.10.26 Commerzbank Sector Perform RBC Capital Markets
30.09.26 Commerzbank Hold Deutsche Bank AG
08.09.26 Commerzbank Neutral JP Morgan Chase & Co.
07.08.26 Commerzbank Buy Deutsche Bank AG
07.08.26 Commerzbank Neutral JP Morgan Chase & Co.

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