Trading Idee: RWE - Gewinnsprung treibt den Kurs
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Mit angehobener Jahresprognose und einem bereinigten Gewinnplus von mehr als 60% im ersten Halbjahr notieren die Aktien von RWE (ISIN: DE0007037129), des auf erneuerbare Energien und Netzinfrastruktur ausgerichteten Energiekonzerns, bei 57,72 Euro nur rund 7% unter dem Verlaufshoch von Ende April bei 62 Euro.
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Rückläufe im bestehenden Aufwärtstrend sollten wahrscheinlich wie bereits zuvor im Bereich um den 50er-EMA auslaufen, der aktuell im Bereich von 56,94 Euro verläuft. Aktuell befinden sich die Titel nicht nur über dem 10er-, 50er- und 200er-EMA, sondern auch über der Ichimoku-Wolke im Tageschart, womit weitere Aufwärtsdynamik wahrscheinlich ist. Die breite Unterstützungszone zwischen 55 und 56 Euro hat bisher monatelang gehalten und bietet ein weiteres Sicherheitsnetz. Die RWE-Aktien sollten weiter hochlaufen und erneut Kurs auf den Widerstand um 59,00/60,00 Euro nehmen.
Die Analysten sehen die Aktie mit einem durchschnittlichen Kursziel von 66,78 Euro deutlich unterbewertet, wobei fünfzehn von achtzehn Analysten zum Kauf raten und drei zum Halten. Das geschätzte KGV für 2026 beträgt 19,69, sinkt für 2027 auf 17,52 und für 2028 auf 16,36 auf Basis eines erwarteten Gewinns von 2,94, 3,30 und 3,53 Euro je Aktie. Das KBV liegt bei rund 1,0 und das PEG-Verhältnis bei 0,37. RWE hat für 2026 eine Dividende von 1,32 Euro je Aktie bestätigt und strebt bis 2031 ein jährliches Dividendenwachstum von 10% an, was einer aktuellen Rendite von 2,27% entspricht.
Im ersten Halbjahr 2026 steigerte RWE das bereinigte EBITDA um mehr als 40% auf 3,01 Milliarden Euro und übertraf damit den Analystenkonsens von 2,72 Milliarden Euro deutlich. Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte um mehr als 60% auf 1,77 Euro. Die operative Stärke zog sich durch alle Segmente, wobei normalisierte Windverhältnisse in Europa, die Inbetriebnahme neuer Wind-, Solar- und Batteriespeicheranlagen mit einer Gesamtkapazität von 2,6 Gigawatt sowie eine einmalige Kompensationszahlung von 332 Millionen Euro die Haupttreiber waren. Das Management hob die Jahresprognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie von 2,55 auf 2,95 Euro an und gab eine Prognose von 3,15 Euro für 2027 aus. Bis 2031 peilt der Konzern 4,55 Euro je Aktie an, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 10% entspricht, wobei 75% dieses Ziels bereits durch Verträge, Kapazitätsmarktvereinbarungen und regulierte Erlöse abgesichert sind.
Strategisch hat RWE mit der Aufstockung der Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion auf 55% ein drittes Standbein neben erneuerbaren Energien und flexibler Erzeugung aufgebaut. Die Transaktion wurde über eine Kapitalerhöhung von rund 4 Milliarden Euro finanziert und soll ab 2027 ein bereinigtes EBITDA von 450 bis 500 Millionen Euro beisteuern. Im Rahmen des 42 Milliarden Euro umfassenden Nettoinvestitionsprogramms bis 2031 befinden sich derzeit 10,3 Gigawatt an Erzeugungskapazität im Bau, während das Gesamtportfolio an erneuerbaren Energien, flexibler Erzeugung und Batteriespeichern bereits knapp 41 Gigawatt erreicht. In den USA hat der Konzern drei Offshore-Windpachtverträge aufgelöst und investiert die frei werdenden Mittel in ein LNG-Terminal und den Ausbau der Gaskraftwerkskapazität auf über 3 Gigawatt bis 2035.
Zu den Risiken zählen die einmalige Kompensationszahlung von 332 Millionen Euro, die im zweiten Halbjahr nicht wiederkehren wird und die Vergleichsbasis belastet, der negative operative Cashflow von 759 Millionen Euro im ersten Halbjahr infolge saisonaler Working-Capital-Effekte, die Verwässerung bestehender Aktionäre durch die Kapitalerhöhung um rund 10% des Grundkapitals, die erwartete Nettoverschuldung von rund 15 Milliarden Euro zum Jahresende, die erzwungene Aufgabe der US-Offshore-Windprojekte sowie die Abhängigkeit von Rohstoffpreisen, Windbedingungen und regulatorischen Entscheidungen in Deutschland und der EU.
Fazit:
Trader könnten einen Rücksetzer auf 57 Euro abwarten und dann eine Long-Position auf die Aktien von RWE über ein Endlos-Turbo-Zertifikat von Lang und Schwarz mit der WKN LX8EH1 in Betracht ziehen, um bei einem Anstieg des Basiswerts auf 59 Euro eine Rendite von +43,38% zu erzielen. Der Stopp-Loss könnte bei 54,80 Euro platziert werden, was einem Verlust von 52,04% im Hebelprodukt entsprechen würde. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser Trading Idee beträgt 0,83. Allerdings wurde die Unterstützungszone um 55 Euro seit Monaten nicht nach unten durchbrochen und der Stopp Loss könnte hochgezogen werden, sobald die Titel im Gewinn notieren.
Risikohinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Werte dar. Die besprochenen Wertpapiere sind sehr volatile und risikoreiche Anlageformen. Dies ist keine Anlageberatung, und jede Entscheidung erfolgt auf eigenes Risiko. Hinweis: Stopp-Loss-Marken und Gewinnziele dienen lediglich als Orientierung und sollten an das individuelle Risiko- und Geldmanagement sowie die tagesaktuelle Marktentwicklung angepasst werden. Gewinne sollten eigenverantwortlich realisiert werden. Das Erreichen des Kursziels basiert auf dem angegebenen Zielkurs des Basiswerts. Der Autor ist zum Zeitpunkt der Analyse nicht in RWE-Aktien investiert.
| Trading Idee: RWE | |
|---|---|
| Basiswert | RWE AG (ISIN: DE0007037129) |
| Produktgattung | Turbo Long |
| Emittent | Lang und Schwarz |
| ISIN/WKN Hebelprodukt | DE000LX8EH11 / LX8EH1 |
| Laufzeit | Open End |
| Kurs K.-o.-Call (Datum) | 0,50/0,51€ (26.08.2026, 15:30 Uhr) |
| Basispreis variabel | 52,94€ |
| Knock-out-Schwelle | 52,94€ |
| Hebel | 10,81 |
| Abstand zum Knock-out | 8,42% |
| Stop-Loss Call | 0,23€ |
| Ziel Call | 0,63€ (+43,38%) |
Risikohinweis: | |
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