Jungheinrich: Ein erster Lichtblick

07.07.26 14:35 Uhr

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Für den Logistikspezialisten Jungheinrich waren die letzten zwölf Monate alles andere als angenehm. Enttäuschende Zahlen, niedrigere Kursziele und zuletzt der Abstieg aus dem MDAX machten der Aktie zu schaffen. Doch nun gibt es erste Aufwärtsimpulse.

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Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich hatte in den vergangenen Monaten wenig an der Börse zu lachen. Von Spitzenwerten bei rund 42,70 Euro, welche die Aktie noch vor fast genau einem Jahr erreicht hatte, ging es in der Folge zeitweise bis zu rund 22,50 Euro abwärts. Zuletzt gab es einen weiteren Rückschlag nach der Vorlage von Eckdaten zum ersten Quartal im April. Hier zeigten sich Investoren und Analysten insbesondere vom Einbruch des operativen Ergebnisses auf Basis des EBIT sowie den rückläufigen Margen enttäuscht.

Analysten kürzen Kursziele

Das hatte auch zur Folge, dass gleich mehrere Analysten ihre Kursziele zum Teil deutlich absenkten. Konjunkturell gesehen fehlen zusätzlich echte Aufwärtsimpulse. Auch musste Jungheinrich seinen bisherigen Platz im MDAX räumen und notiert jetzt seit dem 22. Juni im SDAX. Das Interessante dabei: Wie bei sehr vielen Werten in der Vergangenheit schon zu beobachten war, haben solche Abstiege in der Indexhierarchie überraschenderweise keine negativen Folgen, im Gegenteil.

Eine Erklärung dafür könnte sein, dass in den oberen Klassen wie DAX und MDAX sich sehr viele institutionelle Anleger tummeln, die bei entgegengesetzten Entwicklungen zu den eigenen Erwartungen bereit sind, sehr schnell wieder zu verkaufen. Demgegenüber beobachtet man bislang vor allem in den Nebenwertensegmenten den Umstand, dass hier die Anleger oftmals deutlich mehr Geduld mit den jeweiligen Unternehmen zeigen und eher auf die langfristigen Perspektiven schauen. Diese langfristigen Perspektiven sind bei Jungheinrich immer noch relativ gut darstellbar, insbesondere in den Perspektiven einer weiteren Automatisierung in der Logistik.

Q2 besser?

Hinzu kam ein ganz interessanter aktueller Aspekt. Denn als bislang letztes Analysehaus hatte Warburg Research Ende Juni das Kursziel von 47 auf 45 Euro gesenkt, allerdings die Einstufung als Kaufempfehlung beibehalten. Dies in der Erwartung, dass nach den schwachen Q1-Zahlen es womöglich im Q2 eine deutliche Erholung, insbesondere der Profitabilität, gegeben haben könnte.

Und es gilt ja in diesem Zusammenhang weiterhin: 45 Euro Kursziel bedeuten derzeit immer noch, dass die Analysten dem Wert ein Potential von rund 80 Prozent vom aktuellen Kurs aus zutrauen. Insofern ist es schon sehr interessant, dass die Aktie von Jungheinrich nach der erneuten Rückstufung beim Kursziel eine charttechnische Kehrtwende eingelegt hat und in Folge von mehreren Gewinntagen nun auch schon einmal den gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage überwinden konnte.

Damit hat sich die Aktie natürlich technisch noch nicht freigelaufen. Im Bereich von 27,23 Euro wartet jetzt als Nächstes die 100-Tage-Linie und dann bei aktuell 30,24 Euro die 200-Tage-Linie. Also noch reichlich Herausforderungen für die Aktie, aber es gibt hier eindeutig einen ersten Lichtblick.

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Erstellung am 07.07.26 um 14:12 Uhr.

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