400-Dollar-Ziel

Analyst sieht deutliches Kurspotenzial für die Apple-Aktie - doch nur unter dieser Bedingung


Analyst sieht deutliches Kurspotenzial für die Apple-Aktie - doch nur unter dieser Bedingung

Ein Analyst traut der Apple-Aktie einen Anstieg um rund 30 Prozent zu, knüpft die Rechnung aber an eine Bedingung, die erst noch erfüllt werden muss.

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  • Neues Kursziel für Apple steht und fällt mit einer möglichen NVIDIA-Kooperation
  • Faltbares iPhone soll als zweiter Werttreiber zusätzlich Schub bringen
  • Analystenlager bleibt gespalten zwischen Kaufempfehlung und Verkaufsdruck
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Rothschild & Co Redburn hat die Apple-Aktie am Montag von Neutral auf Buy hochgestuft und das Kursziel von 260 auf 400 US-Dollar angehoben. Das Analysten-Team um Timm Schulze-Melander sieht damit ein Aufwärtspotenzial von rund 31 Prozent und begründet den Schritt vor allem mit einem möglichen strategischen Schwenk in der KI-Strategie des iKonzerns, der eine engere Anbindung an Technologie von NVIDIA einschließen könnte. Eine solche Kooperation existiert bislang jedoch nicht, sie ist lediglich eine von den Rothschild-Analysten favorisierte strategische Option.

Warum NVIDIA zum Schlüsselfaktor wird

Analyst Timm Schulze-Melander und sein Team argumentieren laut invezz, dass Apple seine KI-Position stärken könnte, indem sich der Technologiekonzern aus Cupertino stärker auf offene Modelle stützt, darunter potenziell auch Technologie von NVIDIA. Die Analysten verweisen dabei zwar auf ein historisch angespanntes Verhältnis zwischen beiden Unternehmen, sehen in NVIDIAs Nemotron-Modellen aber ein Beispiel für offene Technologie, die Apples Abhängigkeit von Googles KI-Technologie reduzieren könnte. Die Analysten bezeichnen diesen Ansatz als eine Art zweite Fast-Follower-Strategie und weisen darauf hin, dass ein Deal mit NVIDIA die Abhängigkeit von einem direkten Smartphone-Konkurrenten verringern würde und es Apple ermöglichen könnte, sich bei der Chipentwicklung auf andere Bereiche zu konzentrieren. Eine enge und vorteilhafte Partnerschaft setze jedoch voraus, dass sowohl Apple als auch NVIDIA sie wollen, so die Analysten.

Den Hintergrund bildet die aktuell bestehende Konstellation bei Apple Intelligence: Für Teile der KI-Funktionen, darunter die überarbeitete Assistentin Siri, nutzt Apple eine angepasste Version von Googles Gemini-Modell und zahlt dafür laut der Investmentbank rund eine Milliarde US-Dollar pro Jahr an Alphabet. Im Gegenzug überweist Google laut derselben Quelle rund 27,5 Milliarden US-Dollar jährlich für die Suchplatzierung auf Apple-Geräten. Die eigenen KI-Basismodelle von Apple gelten daneben laut den Analysten als "weit vom Stand der Technik entfernt" und "unzureichend".

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Faltbares iPhone als zweiter Hebel

Neben dem KI-Szenario stützt das Team um Schulze-Melander das Kursziel von 400 US-Dollar jedoch auch auf die erwartete Markteinführung eines faltbaren iPhones im September. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnen die Analysten dabei mit einem Absatz von 14 Millionen Einheiten bei einem geschätzten Preis von 2.199 US-Dollar pro Gerät. Zur Einordnung verweisen sie auf frühere neue Produktkategorien wie AirPods und Apple Watch, die jeweils zusätzliche Marktanteile gebracht hätten.

Die Apple-Aktie schloss am Montag an der NASDAQ bei 305,59 US-Dollar, ein Minus von 0,11 Prozent, am Dienstag steht das Papier zeitweise 1,61 Prozent höher bei 310,51 US-Dollar. Damit bewegt sich der Kurs weiterhin deutlich unter dem neuen Kursziel von Rothschild & Co Redburn.

Gespaltenes Lager bei Apple

Die neue Analysten-Einstufung reiht sich in ein uneinheitliches Bild ein. HSBC-Analyst Nicolas Cote-Colisson hatte Apple im Juli 2026 ebenfalls auf Buy hochgestuft und sein Kursziel auf 366 US-Dollar angehoben, mit dem Argument, Apples vergleichsweise geringe KI-Ausgaben könnten sich als Vorteil erweisen, sobald sich Fähigkeiten und Produktpipeline verbessern. Deutlich skeptischer positionierte sich Jefferies: Analyst Edison Lee stufte die Aktie am 10. August 2026 auf Underperform zurück und senkte das Kursziel auf 263,66 US-Dollar, mit Verweis auf Risiken beim Premium-Hardware-Fahrplan und begrenzte Fortschritte bei Apple Intelligence.

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Der Analystenkonsens fällt entsprechend gemischt aus: 16 von 31 erfassten Häusern votieren für Buy, 11 für Hold und 4 für Sell.

Carolin Ludwig, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: 1000 Words / shutterstock, Zhao jian kang / Shutterstock.com

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21.09.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
14.09.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
14.09.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
27.08.26 NVIDIA Kaufen DZ BANK
27.08.26 NVIDIA Buy UBS AG

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