DaxVestor-Kolumne

Bayer: Mehr Wachstum durch Restrukturierung


Bayer: Mehr Wachstum durch Restrukturierung | finanzen.net

Der Bayer-Konzern ist schon lange kein reinrassiger Pharmakonzern mehr.

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Neben dem Bereich Health Care spielt die Pflanzenschutzsparte CropScience eine immer wichtigere Rolle. Auch die Kunden kommen immer weniger aus den traditionellen Abnehmerländern in den USA und Westeuropa. Die Emerging Markets und insbesondere Asien spielen zunehmend die Hauptrolle. Der Bayer-Konzern profitiert vom Wachstum in den Emerging Markets. Vor allem in Asien, aber auch in Osteuropa gab es im dritten Quartal ein kräftiges Umsatzplus von jeweils 23 Prozent. Schon jetzt sind die Emerging Markets ein größerer Umsatzbringer als Westeuropa. Dieser Trend dürfte sich auch künftig fortsetzen. Mit der Ankündigung eines umfassenden Restrukturierungsprogramms will Bayer dieser Entwicklung Rechnung tragen.

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Hoher Investitionsbedarf

Investitionen von einer Milliarde Euro, ein Teil davon im vierten Quartal 2010, sollen Bayer fit für die Zukunft machen. Ab 2013 sollen durch die Umstrukturierungen jährlich 800 Millionen Euro eingespart werden. Neben diversen Kosteneinsparungen vor allem in der Verwaltung bedeutet dies auch einen Personalabbau in der Größenordnung von 4.500 Stellen, davon 1.700 in Deutschland. Zugleich sollen 2.500 Stellen in Asien neu geschaffen werden, um die Kapazitäten dort zu erhöhen. Damit ist die Katze aus dem Sack: Kurzfristig ist bei Bayer aufgrund der Restrukturierung mit Belastungen zu rechnen, spätestens ab 2013 dürfte das operative Ergebnis spürbar ansteigen, auch weil sich der Konzern durch die Konzentration auf Wachstumsbereiche der Umsatzerosion durch Generika zumindest ein Stück weit entgegenstemmen sollte. Die Umschichtung von Ressourcen in Wachstumsmärkte und -segmente ist jedenfalls sinnvoll.

Pharmapipeline gut gefüllt

Unterstützung könnte die Bayeraktie auch durch die Produktentwicklung im Pharmabereich erhalten. Erst am Montag gab Bayer positive Ergebnisse von zwei Phase-III-Studien zum Augenmedikament VEGF Trap-Eye bekannt. Das Mittel könnte einen Jahresumsatz von bis zu 350 Millionen Euro bringen. Noch 2010 sind weitere Neuigkeiten aus der Produktentwicklung zu erwarten, für 2011 ist der Zulassungsantrag für VEGF Trap-Eye geplant.

Fazit:

Bayer hat die Weichen für die Zukunft gestellt und setzt auf Wachstumssegmente und Wachstumsmärkte. Langfristig dürfte sich diese Strategie auszahlen. Aus charttechnischer Sicht hat die Aktie schon jetzt mit dem Ausbruchsversuch über den Wiederstand bei 56,80 Euro ein positives Signal geliefert, das jedoch noch der Bestätigung bedarf. Im DaxVestor zeigen wir Ihnen, wie Sie von den Kurschancen der Bayeraktie am besten profitieren.

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Stefan Böhm (Diplom-Volkswirt) ist Chef-Redakteur des DaxVestor Börsenbriefs. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dax-vestor.deDer obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Datum Rating Analyst
10.09.26 Bayer Buy Deutsche Bank AG
08.09.26 Bayer Overweight Barclays Capital
03.09.26 Bayer Overweight JP Morgan Chase & Co.
01.09.26 Bayer Buy UBS AG
10.08.26 Bayer Hold Jefferies & Company Inc.

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