DaxVestor-Kolumne

Die Deutsche Börse spart


Die Deutsche Börse spart | finanzen.net

So ist es kein Wunder, dass die Ergebniszahlen der Deutschen Börse seit einigen Quartalen nicht mehr so erfreulich ausfallen wie vor der Krise.

Werte in diesem Artikel
Aktien

282.40 EUR -1.50 EUR -0.53 %

Indizes

2,140.16 EUR -14.39 EUR -0.67 %

25,266.53 EUR -144.10 EUR -0.57 %

211.94 EUR -0.71 EUR -0.33 %

661.20 EUR -3.76 EUR -0.57 %

13,364.44 EUR -86.00 EUR -0.64 %

25,327.29 EUR -10.05 EUR -0.04 %

17.89 EUR 1.05 EUR 6.23 %

Im ersten Quartal 2013 gab es einen Gewinnrückgang um 17 Prozent auf 121 Mio. Euro und einen Rückgang der Nettoerlöse um vier Prozent auf 484,3 Mio. Euro. Allerdings sind rund 65 Mio. Euro an einmaligen Kosten wegen des im Februar angekündigten Sparprogramms im Quartalsergebnis enthalten. Im Rahmen der Einsparungen fallen insgesamt 90 bis 120 Mio. Euro an Kosten an, der Großteil davon 2013. Doch sparen alleine hilft auf Dauer nicht. Nachdem die diversen Fusionsversuche der letzten Jahre gescheitert sind, sucht die Deutsche Börse nach neuen Wegen. Ein neuer Übernahme- bzw. Fusionsversuch mit einem anderen Börsenbetreiber scheint zwar weiterhin möglich, dürfte derzeit aber auf der Agenda nicht ganz oben stehen. So erhielt die US-Terminbörse CME auf ihre Anfrage einer möglichen Fusion im Februar eine Absage aus Frankfurt. Deutsche Börse Chef Retioni will es alleine schaffen.

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Übernahmen und Fusionen

Der Wind kann sich jedoch auch schnell wieder drehen. Die traditionellen Börsenplätze stehen nicht nur wegen der diversen Finanzkrisen unter Druck, auch die außerbörslichen Handelsplattformen von Banken machen ihnen zu schaffen. Viele große Börsen sehen ihre Zukunft daher im Schmieden von noch größeren Börsen. Ende letzten Jahres gab die US-Börse Intercontinental Exchange (ICE) den Kauf der NYSE Euronext für 8,2 Mrd. USD bekannt. Die beiden japanischen Börsen in Tokio und Osaka haben sich ebenfalls zusammengeschlossen und wollen nun auch international aktiv werden. Die Londoner Metallbörse LME wurde für 2,2 Mrd. USD von der Börse in Hongkong gekauft und von anderen Börsen hört man, dass das Thema Fusionen und Übernahmen nach wie vor brandaktuell ist.

Deutsche Börse ist attraktiv

Dass die Deutsche Börse ein attraktiver Partner ist, steht außer Frage. Die Börse arbeitet trotz des derzeitigen schwierigen Umfeldes verhältnismäßig profitabel. Auch ist die Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern wie NYSE Euronext günstig bewertet. Wachstum ist zurzeit aber nicht einmal durch Sparen mehr möglich. Andere Risiken, zum Beispiel auf der regulatorischen Seite beim Handel mit Derivaten, könnten das Ergebnis weiter belasten. Andererseits ist die Deutsche Börse allein schon durch die hohe Dividendenrendite von 4,6 Prozent für Anleger interessant und auch aus charttechnischer Sicht gibt es mit dem möglichen Ausbruch über den langfristigen Abwärtstrend ein positives Signal.

Fazit

Die Deutsche Börse hofft auf die Trendwende. Sollte der DAX seine Allzeithochs knacken und weiter nach oben ziehen, wäre die Deutsche Börse sicherlich ein Profiteur dieser Entwicklung. Doch auch das Fusions- und Übernahmethema ist nicht endgültig passé.

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Stefan Böhm (Diplom-Volkswirt) ist Chef-Redakteur des DaxVestor Börsenbriefs. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dax-vestor.de
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Datum Rating Analyst
08.09.26 Deutsche Börse Buy Warburg Research
18.08.26 Deutsche Börse Buy Jefferies & Company Inc.
14.08.26 Deutsche Börse Sector Perform RBC Capital Markets
04.08.26 Deutsche Börse Neutral UBS AG
24.07.26 Deutsche Börse Neutral UBS AG

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