Aktien Asien: Verluste - Vor allem Nikkei steht unter Druck


Werte in diesem Artikel
Indizes

67,777.52 JPY -1,253.40 JPY -1.82 %

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/TAIPEH (dpa-AFX) - Asiens wichtigste Börsen haben am Montag nach anfänglichen Gewinnen ins Minus gedreht. Auf die Stimmung drückten mäßige Konjunkturdaten sowie ein Zeitungsbericht, wonach Japan darüber nachdenkt, von Besuchern der anstehenden Olympischen Spiele in Tokio einen negativen Corona-Test oder einen Impfnachweis zu verlangen.

Werbung

Zudem warten die Anleger bereits gespannt auf die neuesten US-Wirtschaftsdaten. Vor allem der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung am Freitag, der für den April deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, gilt sowohl als Gradmesser für eine Wirtschaftserholung als auch als wichtiger Faktor für mögliche Überlegungen der US-Notenbank Fed, ihre Geldpolitik zu straffen.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 geriet besonders deutlich unter Druck: Er schloss 0,99 Prozent schwächer bei 28 860,08 Punkten. Die Anteilsscheine der Softbank-Gruppe verloren 1,4 Prozent, nachdem aus informierten Kreisen bekannt geworden war, dass die Schweizer Großbank Credit Suisse(Credit Suisse (CS)) die Geschäftsbeziehungen mit dem Mischkonzern und Technologieinvestor kappen will. Softbank war ein wichtiger Geschäftspartner der inzwischen insolventen Greensill Capital.

Für den CSI-300-Index (CSI 300), der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, ging es zuletzt indes nur um 0,20 Prozent auf 5310,68 Punkte nach unten. Der Hang-Seng-Index (Hang Seng) der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sank zuletzt um 0,53 Prozent auf 28 982,00 Punkte.

Werbung

In China stehen die Zeichen bei den großen Industriebetrieben weiter auf Wachstum - dies belegt der staatliche Einkaufsmanagerindex, der im Mai über der Schwelle von 50 Punkten blieb. Er verzeichnete allerdings einen leichten Rückgang, wogegen Analysten mit einem unveränderten Wert gerechnet hatten. Dies schürte offenbar Sorgen, dass die Erholung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie an Schwung verlieren könnte.

Auch die jüngsten Wirtschaftsdaten aus Japan konnten nicht vollends überzeugen: Die dortige Industrieproduktion stieg im April nicht so stark wie prognostiziert. Experten führen dies unter anderem darauf zurück, dass der weltweite Halbleitermangel die Produktion in der für das Land wichtigen Automobilbranche belastet hat./gl/stk

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.