Heute im Fokus

DAX schließt fester -- US-Börsen uneins -- Microsoft-CEO fordert KI-Notbremse -- Amazon könnte KI-Startup übernehmen -- AMD, Micron, BioNTech, Telekom, NVIDIA, SK hynix, Samsung, Gold, VW im Fokus

aktualisiert 12.10.26 22:01 Uhr

Kontroverser Trump-Putin-Deal: Große Diesellieferungen aus Russland - Scharfe Kritik von Selenskyj. Deutsche-Bank-Chef Sewing fordert mehr Tempo bei Reformen. Nordex steigert Auftragseingang um fast ein Drittel. Segen für deutsche Autobauer? EU ringt China Kompromiss zu Exporten ab. TRATON: Verkäufe dank anziehendem US-Markt gesteigert.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt knüpfte zum Wochenstart an seine jüngsten Gewinne an.

Der DAX eröffnete die Sitzung mit einem Plus und verteidigte seine Gewinne im weiteren Verlauf. Schlussendlich ging er 0,76 Prozent höher bei 25.277,68 Punkten aus dem ersten Handelstag der Woche.
Der TecDAX notierte zum Sitzungsstart nur marginal höher, konnte im Anschluss aber moderat zulegen. Er verabschiedete sich 0,4 Prozent höher bei 3.993 Zählern aus dem Handel.

Der DAX hat am Montag an seine Kursgewinne vom Freitag angeknüpft und setzte seinen Aufwärtstrend bis trotz erneut anziehender Ölpreise kontinuierlich fort. Positive Impulse lieferte dabei unter anderem der Vorstoß von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz, der sich für eine Senkung der Stromsteuer aussprach.

Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets betonte jedoch, dass aufgrund des US-Feiertags „Columbus Day“ zwar die amerikanischen Aktienmärkte öffnen, der dortige Anleihemarkt jedoch geschlossen bleibt. Das dadurch zu erwartende geringere Handelsvolumen in den USA dürfte sich entsprechend auch auf die Dynamik am deutschen Aktienmarkt auswirken.

Hinsichtlich der allgemeinen Marktlage sprach Timo Emden, Marktanalyst bei CapTrader, von einem anhaltenden „Kräftemessen zwischen Bullen und Bären“. Die nun anlaufende Berichtssaison der Unternehmen könnte nach seiner Einschätzung kurzfristig wieder zum entscheidenden Taktgeber an den Börsen werden und bestehende Risikofaktoren vorübergehend in den Hintergrund drängen.

Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken



Europas Börsen starteten mit gut behaupteter Tendenz in die neue Woche.

Der EURO STOXX 50 zeigte sich zur Eröffnung knapp fester, legte im Anschluss aber spürbar zu. Zum Handelsschluss gewann er letztlich 0,45 Prozent auf 6.201,21 Punkte.

Für Rückenwind sorgte die von US-Präsident Trump ausgerufene sofortige „Energie-Waffenruhe“ zwischen Russland und der Ukraine. Kiew begrüßte den Schritt, verlangt aber eine konsequente Umsetzung, denn Russland greift die ukrainische Infrastruktur vorerst weiter an. Zusätzlich hat Trump russische Diesellieferungen für die USA und den Weltmarkt angekündigt. Kurz vor den Zwischenwahlen steht er wegen der hohen Energiepreise unter Druck. Der Ölpreis konnte nach den morgentlichen Verlusten wieder etwas zulegen. Im Technologiesektor stützten Berichte über mögliche Übernahmen durch Amazon und NVIDIA die Stimmung, denn sie zeigen, dass der milliardenschwere KI-Investitionsboom ungebrochen ist.

Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken



Die US-Börsen bewegten sich zum Wochenstart in unterschiedliche Richtungen.

Der Dow Jones ging mit einem Plus von 0,38 Prozent bei 51.850,31 Punkten aus dem Handel.
Der NASDAQ Composite verabschiedete sich mit einem Abschlag von 0,44 Prozent bei 27.245,90 Zählern aus dem Handel.

Nach der Kurserholung in der vergangenen Woche spielt sich an den US-Aktienmärkten ein uneinheitlicher Auftakt in eine nachrichtenreiche Woche ab. An den Anleihemärkten blieb der Handel am Montag anlässlich des Feiertags „Columbus Day“ hingegen geschlossen.

Am Rohstoffmarkt zeigten sich die Ölpreise nach anfänglichen leichten Verlusten im Tagesverlauf wieder fester, obwohl der Iran mitteilte, über Vermittler weiterhin im Austausch mit den USA zu stehen. Da die gestiegenen Energiepreise zuletzt den Inflationsdruck erhöhten, richten sich die Blicke der Marktteilnehmer gespannt auf die für Mitte der Woche erwarteten US-Teuerungsdaten, die maßgeblich für den künftigen Zinskurs der US-Notenbank sein dürften.

Zudem zieht die bevorstehende Berichtssaison Aufmerksamkeit auf sich, die am Dienstag mit den Bilanzen der ersten US-Großbanken anläuft. Laut Maximilian Wienke, Marktanalyst bei eToro, agieren die Investoren zunehmend vorsichtiger, weshalb Bankaktien seit Längerm bereits belastet sind. Da viele Risiken dadurch jedoch schon eingepreist sein könnten, entscheide der anstehende Zahlenreigen samt den Unternehmensausblicken darüber, ob sich die Korrektur fortsetzt oder eine Wende einleitet.

Parallel bleibt das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ein zentraler Marktreiber. Die Analysten von Index Radar weisen in diesem Zusammenhang auf eine historische Marktkonzentration hin: Die zehn größten KI-Aktien stellen mittlerweile gut 40 Prozent des gesamten Börsenwerts dar und übertreffen damit den Höhepunkt des Tech-Sektors während der Dotcom-Blase. Dies verdeutlicht eine spürbare Entkopplung zwischen wenigen Schwergewichten und der Entwicklung des breiteren Marktes.

Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken



Zum Wochenstart entwickelten sich die asiatischen Börsen in unterschiedliche Richtungen.

Der Nikkei 225 befand sich in einer feiertagsbedingten Handelspause, am Freitag notierte das Barometer zuletzt marginale 0,02 Prozent im Minus bei 69.030,92 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite schließlich 0,43 Prozent auf 3.797,24 Zähler.

In Hongkong legte der Hang Seng hingegen um 0,25 Prozent auf 24.271,20 Einheiten zu.

Am Montag gönnten sich die asiatischen Märkte eine kleine Verschnaufpause nach den Gewinnen vor dem Wochenende. Unterstützung kam vom nachgebenden Ölpreis in Folge des kontroversen Diesel-Deals zwischen Trump und Putin. Zudem brachten sich Anleger in Wartestellung für den Startschuss der Berichtssaison, in Asien blickt man vor allem gespannt auf die Zahlenvorlage von TSMC am Donnerstag. Im Wochenverlauf stehen zudem US-Inflationsdaten an.

Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken

Top Themen

News-Ticker

Legende

= Top-News
= Wichtige Nachrichten

Börsenchronik

mehr Börsenchronik Nachrichten

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.