Agenten-KI treibt CPU-Bedarf

Frischer Wind für die AMD-Aktie? Analysten heben reihenweise den Daumen nach Start von KI-Agenten


Frischer Wind für die AMD-Aktie? Analysten heben reihenweise den Daumen nach Start von KI-Agenten

Ein KI-Assistent von Meta knackt in 22 Tagen die Marke von fünf Millionen Downloads. An der Wall Street rechnen Analysten nun neu, wer davon am stärksten profitiert.

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  • Citigroup und Mizuho heben Kursziele für AMD-Aktie an
  • Beide Häuser sehen KI-Agenten wie Muse von Meta als Treiber für Serverchips
  • Experten küren auch Intel, NVIDIA und Micron als Gewinner der Agenten-These
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Gleich zwei große Adressen schrauben ihre Erwartungen an AMD kräftig nach oben: Citigroup traut der Aktie nach zuvor 575 nun 800 US-Dollar zu, Mizuho hebt sein Kursziel von 580 auf 705 US-Dollar. Beide Häuser stützen sich auf dieselbe These: Persönliche KI-Agenten wie Muse von Meta Platforms sollen die Nachfrage nach Serverprozessoren sprunghaft steigen lassen, und AMD gilt dabei als wichtigster Profiteur. Wie Investing.com berichtet, begründet Citigroup die Favoritenrolle vor allem damit, dass Meta zu den größten Kunden des Servergeschäfts von AMD zählt.

Warum Agenten mehr Rechenleistung brauchen als Chatbots

Im Kern argumentiert die Citigroup mit einem anderen Nutzungsmuster. Klassische Chatbots warten zwischen zwei Nutzereingaben weitgehend untätig, Agenten dagegen arbeiten rund um die Uhr im Hintergrund weiter. Das erhöht der Bank zufolge den Bedarf an Rechenleistung für die Inferenz, an Speicher und an Netzwerktechnik, sowohl bei Unternehmen als auch bei Privatkunden. Agentische KI könne die Nachfrage nach Rechenleistung gegenüber herkömmlichen Chatbots um Größenordnungen steigern, wie Investing.com die Analysten zitiert. Entsprechend kräftig fällt die neue Marktprognose aus: Für 2030 erwartet Citigroup einen Markt für Prozessoren von 300 Milliarden US-Dollar, nach 29 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von rund 60 Prozent.

Muse und Dots laufen auf Chips von AMD, aber nicht exklusiv

Dass AMD tatsächlich mitten im Geschehen steckt, zeigt ein Bericht von CNBC. Demnach gibt Muse gegenüber Nutzern an, auf einem Rechner mit Technik von AMD zu laufen, der Agent Dots von OpenAI nutzt nach eigener Auskunft einen virtuellen Computer mit einem EPYC-Prozessor von AMD. Dan McNamara, der bei AMD das Geschäft mit Computing und Enterprise AI verantwortet, sagte dem Sender, der Absatz von Prozessoren werde deutlich anziehen. Doch der Vorsprung ist kein Selbstläufer: Ein Sprecher von Meta stellte gegenüber CNBC klar, das System sei darauf ausgelegt, jede verfügbare Prozessorart zu nutzen. Auch OpenAI greift auf mehrere Lieferanten zurück.

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Wie viel Zukunft schon im Kursziel für die AMD-Aktie steckt

Mizuho bleibt bei der Einstufung "Outperform" und legt offen, wie viel Optimismus im neuen Ziel steckt. Das neue Kursziel entspricht dem rund 41-Fachen des geschätzten Gewinns für das Geschäftsjahr 2027, nach zuvor etwa dem 34-Fachen. Analyst Vijay Rakesh erwartet, dass agentische KI bis 2030 rund 30 Prozent der verkauften Serverprozessoren ausmacht, ein Teilmarkt von etwa 80 Milliarden US-Dollar. Auffällig ist die Spreizung der Prognosen: Den gesamten Markt für Serverprozessoren sieht Rakesh 2030 bei rund 209 Milliarden US-Dollar und damit unter der Marke von mehr als 220 Milliarden US-Dollar, die AMD selbst für 2030 in Aussicht gestellt hat. Citigroup liegt mit 300 Milliarden US-Dollar deutlich darüber.

Warum Anleger trotzdem auf Intel, NVIDIA & Co. schauen sollten

Den Schub für die Branche untermauert Mizuho mit einer Zahl zu Muse: Der Agent habe binnen 22 Tagen fünf Millionen Downloads erreicht, schneller als ChatGPT, Grok oder Claude. Neben AMD sehen die Analysten auch Intel, sowie KI-Platzhirsch NVIDIA und Micron Technology als Gewinner, denn die steigende Nachfrage nach Prozessoren hebe alle Boote.

Ob die Agententhese bereits in den Büchern ankommt, dürfte sich in der anstehenden Berichtssaison zeigen. Dann legt unter anderem AMD die Zahlen zum dritten Quartal vor. Für diesen Zeitraum hatte der Konzern am Anfang August einen Umsatz von rund 13 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt, plus oder minus 300 Millionen US-Dollar. In der Mitte der Spanne wäre das ein Plus von rund 41 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Entscheidend wird sein, ob das Servergeschäft die hohen Erwartungen der Analysten bereits untermauert.

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Benedict Kurschat, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: JHVEPhoto / Shutterstock.com, Maurice NORBERT / Shutterstock.com

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14.09.26 AMD (Advanced Micro Devices) Outperform Bernstein Research
14.09.26 AMD (Advanced Micro Devices) Outperform Bernstein Research
06.08.26 AMD (Advanced Micro Devices) Neutral JP Morgan Chase & Co.
06.08.26 AMD (Advanced Micro Devices) Sector Perform RBC Capital Markets
05.08.26 AMD (Advanced Micro Devices) Buy UBS AG

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