Goldpreis vor der Bewährungsprobe: US-Inflationsdaten könnten die Richtung vorgeben
Der Goldpreis ist mit leichten Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet nachdem er am Freitag einen ordentlichen Satz nach oben gemacht hat.
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von Jörg Bernhard
Unterstützung liefern sinkende Ölpreise, ein schwächerer US-Dollar und rückläufige Renditen langfristiger US-Staatsanleihen. Die Hoffnung auf eine Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine bei Angriffen auf Energieanlagen hat die Ölpreise belastet und damit die Inflationssorgen etwas gedämpft. Dies könnte den Druck auf die US-Notenbank Fed verringern, ihre Zinsen weiter anzuheben. An den Terminmärkten wird einer Zinserhöhung im Oktober derzeit nur eine Wahrscheinlichkeit von über 19 Prozent eingeräumt, während für Dezember weiterhin überwiegend mit einem Zinsschritt gerechnet wird (85 Prozent). Neue Hinweise dürften die US-Verbraucherpreise am Mittwoch sowie die Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätze am Donnerstag liefern. Auch Äußerungen mehrerer Fed-Vertreter, darunter Notenbankchef Kevin Warsh, stehen im Fokus. Zusätzliche Unterstützung erhält Gold durch jüngste Zuflüsse in Gold-ETFs und verstärkte Käufe der chinesischen Zentralbank.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 5,50 auf 4.210,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Sinkende Preise zum Wochenstart
Der Ölpreis ist zum Wochenauftakt gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump zusätzliche Diesellieferungen aus Russland angekündigt hatte. Moskau soll zunächst 300.000 Tonnen Diesel bereitstellen, weitere umfangreiche Lieferungen sind für die kommenden Wochen geplant. Zusätzliche Entspannung verspricht eine mögliche Vereinbarung zwischen Russland und der Ukraine, gegenseitige Angriffe auf Energieanlagen einzustellen. Allerdings ist bislang unklar, ob und wie diese Waffenruhe umgesetzt wird. Gleichzeitig drängt die Internationale Energieagentur auf eine beschleunigte Freigabe strategischer Dieselreserven. Die geopolitischen Risiken bleiben dennoch erheblich. Im Nahen Osten haben die Huthi-Milizen erneut den Flughafen von Riad angegriffen. Zudem häufen sich Attacken auf Tanker in der Straße von Hormus, die eine Erholung der regionalen Ölexporte gefährden. Zusätzliche Unsicherheit verursacht die Möglichkeit einer direkten US-Beteiligung an Angriffen gegen die Huthi-Milizen. Im Golf von Mexiko versuchen Energiekonzerne unterdessen, ihre durch einen Hurrikan beeinträchtigte Förderung wieder aufzunehmen.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,25 auf 90,60 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,01 auf 103,71 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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