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Micron-Aktie unter Druck: Chinesischer Rivale CXMT greift mit neuer Speichertechnik an


Micron-Aktie unter Druck: Chinesischer Rivale CXMT greift mit neuer Speichertechnik an

Eine Ankündigung aus China mit Frist bis Jahresende reicht, um Speicherwerte von den USA bis Südkorea ins Rutschen zu bringen.

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  • CXMT will bis Jahresende einen Speicherchip mit höherer Dichte vorstellen
  • China-Konkurrent CXMT hat DRAM-Marktanteil binnen eines Jahres mehr als verdoppelt
  • Micron setzt auf knappe Kapazitäten und langfristige Lieferverträge
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Eine Ankündigung aus China setzt Speicherchipwerte weltweit unter Druck und erwischt auch den US-Branchenriesen Micron Technology: Die Aktie gab im NASDAQ-Handel 3,88 Prozent auf 989,04 US-Dollar nach. Auslöser ist ChangXin Memory Technologies, kurz CXMT, das die Entwicklung eines neuen Speicherchips vorangetrieben hat, der mehr Daten fassen soll. In Seoul ging es bereits für Samsung Electronics und SK hynix abwärts.

Was CXMT konkret angekündigt hat

Wie die South China Morning Post unter Berufung auf eine Unternehmensmitteilung berichtet, will CXMT das neue Produkt noch vor Jahresende auf den Markt bringen. Präsident Cao Kanyu stellte den Zeitplan auf einer Branchenveranstaltung vor. Kern ist ein sogenanntes 4F²-Design, eine Zellarchitektur, die mehr Speicher auf einem einzelnen Chip unterbringt. Einen technologischen Alleingang wagt der Konzern damit nicht, denn auch SK hynix und Samsung arbeiten an dieser Bauweise. Noch ist es allerdings nur eine Ankündigung: Ob CXMT den Chip in großen Stückzahlen und mit wirtschaftlicher Ausbeute fertigen kann, muss das Unternehmen erst beweisen.

Warum die Micron-Aktie so empfindlich reagiert

Dass schon eine einzige Absichtserklärung reicht, um die Kurse zu bewegen, hat eine Vorgeschichte. Wie Barron's schreibt, sorgen sich Anleger seit Längerem, CXMT könnte den Speichermarkt umkrempeln. Beim Börsengang in Shanghai im Juli schoss die Aktie am ersten Handelstag so stark nach oben, dass der Börsenwert auf knapp 500 Milliarden US-Dollar stieg. Hinzu kommt die Fallhöhe: Getragen vom Ausbau der KI-Rechenzentren hat die Micron-Aktie in diesem Jahr bereits eine kräftige Rally hinter sich, seit Jahresanfang ging es um rund 260 Prozent nach oben.

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Auch operativ rückt der Neuling näher. Nach Daten von Counterpoint Research kam CXMT im zweiten Quartal 2026 auf einen Anteil von 10 Prozent am weltweiten DRAM-Umsatz, nach 4 Prozent ein Jahr zuvor. Micron hielt im selben Zeitraum 24 Prozent. Bislang wuchs CXMT allerdings in einem Markt, der selbst rasant zulegte: Laut Counterpoint lag der DRAM-Umsatz im zweiten Quartal 2026 um 385 Prozent über dem Vorjahreswert.

Micron hält mit Engpass und KI-Speicher dagegen

Micron selbst zeichnet ein deutlich robusteres Bild. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026, das am 3. September endete, stieg der Umsatz auf 54,2 Milliarden US-Dollar nach 11,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Das DRAM-Geschäft steuerte 39,8 Milliarden US-Dollar bei, ein Plus von 343 Prozent. Für das laufende erste Quartal stellt das Management rund 61,5 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht, Analysten hatten im Schnitt mit etwa 57 Milliarden US-Dollar gerechnet.

Die Begründung liefert Micron gleich mit: Angebot und Nachfrage dürften 2027 und 2028 noch deutlich angespannter sein als 2026, ein Ausgleich sei nicht absehbar. Den Großteil seines Angebots an Hochleistungsspeicher HBM für 2027 hat der Konzern bereits zu deutlich höheren Preisen vertraglich gebunden, mit NVIDIA arbeitet er an einer maßgeschneiderten HBM4E-Lösung. Genau an diesem Punkt lohnt jedoch der Abgleich mit der offiziellen Lesart: Je knapper das Angebot, desto eher öffnen Kunden die Tür für neue Lieferanten. Jede zusätzliche Kapazität aus China rüttelt deshalb an der Knappheit, auf der Microns Preisstärke beruht.

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Darauf sollten Anleger bei Micron jetzt achten

Einen Puffer bilden die langfristigen Lieferverträge: Micron hat 26 solcher Abkommen unterzeichnet, die nach eigener Schätzung mehr als 35 Prozent des Umsatzes bis 2030 abdecken, viele davon mit Preisbändern samt Untergrenze. Entscheidend bleibt dennoch, ob CXMT den Zeitplan hält. Der nächste belastbare Datenpunkt ist damit das Jahresende: Bringt der chinesische Hersteller den angekündigten Chip tatsächlich auf den Markt und findet er Abnehmer, dürfte die Frage nach Microns Preismacht bei den kommenden Quartalszahlen neu gestellt werden.

Benedict Kurschat, Evelyn Schmal, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

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06.10.26 Micron Technology Overweight JP Morgan Chase & Co.
01.10.26 Micron Technology Neutral Goldman Sachs Group Inc.
01.10.26 Micron Technology Overweight JP Morgan Chase & Co.
01.10.26 Micron Technology Outperform RBC Capital Markets
18.09.26 Micron Technology Outperform RBC Capital Markets

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