Nordex-Aktie weit im Plus: Auftragseingang im dritten Quartal um knapp 30 Prozent gesteigert
Nordex hat nach eigenen Angaben im dritten Quartal den Auftragseingang um 29,5 Prozent gesteigert und dabei die Internationalisierung der Auftragsbasis vorangetrieben.
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Wie der Hamburger Konzern mitteilte, der im MDAX und TecDAX notiert ist, verzeichnete das Geschäftssegment Projekte (ohne Servicegeschäft) einen Auftragseingang von 2.810 Megawatt im Zeitraum Juli bis September. Das entspricht einem Plus von 29,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 2.170 Megawatt. In den ersten neun Monaten insgesamt betrug das Plus 16,1 Prozent auf 7.733 Megawatt.
Zwischen Juli und September bestellten Kunden insgesamt 427 Windkraftanlagen für Projekte in 10 Ländern. Die stärksten Einzelmärkte waren die Türkei, Deutschland und die USA.
Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megawatt Leistung (ASP) habe im dritten Quartal 0,90 Millionen Euro betragen verglichen mit 0,93 Millionen Euro im Vorjahresquartal, so Nordex. Die Entwicklung sei in erster Linie auf den Projektumfang und regionale Mix-Effekte zurückzuführen, das Preisumfeld sei weiterhin stabil.
"Die Türkei war mit mehr als 900 Megawatt unser größter Markt, und in den USA haben wir seit Jahresbeginn bereits mehr als 1,3 Gigawatt an Aufträgen verbucht", sagte CEO José Luis Blanco. "Wir erwarten, dass der internationale Anteil weiterwächst, wenn wir unsere Pipeline in den kommenden Quartalen in Aufträge umsetzen. Gleichzeitig bleibt der Auftragseingang in Europa und Deutschland weiterhin stark."
Starker Auftragseingang treibt Erholung der Nordex-Aktie voran
Die Papiere von Nordex haben sich am Montag nach überraschend guten Auftragseingängen des Windturbinenherstellers von ihrem in der Vorwoche erreichten Tiefstand seit Ende Februar weiter erholt. Sie gewannen im Index der mittelgroßen Werte, dem MDAX, letztlich 3,9 Prozent auf 36,80 Euro, nachdem sie bereits am Freitag um 3 Prozent höher aus dem Handel gegangen waren.
Der Weg in Richtung 39 Euro hinaus dürfte aber zunehmend steiniger werden. Denn dort verläuft nicht nur die gleitende 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend signalisiert, sondern auch die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend. Knapp über 40 Euro bremsen zudem die 90-Tage-Mittelfristlinie und auch die 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend.
"Es lagen zwar keine Konsensschätzungen vor, doch der Anstieg erscheint massiv, auch wenn entsprechende Hinweise bereits in den Meldungen zum Auftragseingang der vergangenen Monate enthalten waren", sagte ein Händler. Dies gleicht ihm zufolge den Rückgang des durchschnittlichen Verkaufspreises mehr als aus.
Analysten bestätigen Kaufempfehlungen nach starken Auftragszahlen
>Nordex profitiere von einer starken weltweiten Nachfrage, schrieb zudem Leon Mühlenbruch vom Analysehaus MWB Research. Die wichtigsten Nachfrager seien die Türkei, der deutsche Markt sowie die Vereinigten Staaten gewesen. Zudem sieht er in der breiteren regionalen Aufstellung gute künftige Aussichten.
Auch Jefferies-Analyst Constantin Hesse attestierte dem Hersteller von Windkraftanlagen in einer ersten Reaktion einen starken Auftragseingang für das dritte Quartal. Die Gesamtleistung der bestellten Anlagen liege um fast 30 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals und um 13 Prozent über der Konsensschätzung, lobte er. Der Analyst bestätigte seine Kaufempfehlung bei einem Kursziel von 60 Euro.
Auch die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Nordex nach Auftragszahlen zum dritten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 58 Euro belassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum habe die Gesamtleistung der bestellten Windkraftanlagen um rund 30 Prozent zugelegt, schrieb Richard Dawson in einer am Montag vorliegenden Studie. Mit gut 2,8 Gigawatt liege diese zudem über der - allerdings "dünnen" - Konsensschätzung von 2,5 Gigawatt.
DOW JONES / dpa-AFX
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Bildquellen: Lukassek / Shutterstock.com, Nordex
