Trading Idee: Nordex — 1,7 Milliarden Euro netto in der Kasse und ein Werk in Iowa
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Die Aktien von Nordex (ISIN: DE000A0D6554) notieren am Mittwochmittag bei 41,86 Euro und damit praktisch unverändert. Die Titel des in Hamburg ansässigen Windturbinenbauers haben sich vom Septembertief bei 35,32 Euro um gut 18 Prozent erholt, notieren aber noch klar unter dem Jahreshoch von 51,45 Euro. Auslöser der Erholung waren zwei Hochstufungen und ein Quartal, das die eigenen Ziele hinter sich gelassen hat. Es bietet sich eine Long-Chance.
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Die Titel von Nordex könnten nach dem starken Anstieg der Vortage zunächst zurückkommen und den Bereich um 40 Euro anlaufen. Solange aber kein erneuter Ausbruch aus der Ichimoku-Wolke nach unten erfolgt, ist in der Folge aber mit einem weiteren Hochlauf und einem Durchbruch der Titel aus der Ichimoku-Wolke nach oben zu rechnen. Bei einem Durchbruch aus der Wolke nach oben wäre ein Hochlauf bis zum Widerstand um 47 Euro zu erwarten. Für weitere Aufwärtsdynamik könnte auch die frisch erfolgte bullische Überschneidung des 10er-EMA bei 40 Euro über den 50er-EMA bei 39,60 Euro sorgen. Ein möglicher Durchbruch aus der Ichimoku-Wolke nach oben würde zudem ein langfristiges Stärkesignal liefern.
Anfang September stufte Citi die Titel mit einem Ziel von 50 Euro auf Kaufen hoch, Bank of America folgte mit 54 Euro, dem höchsten Kursziel seit 2002. Beide begründen das mit der Marge. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 16 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mehr als verdoppelte sich auf 223,8 Millionen Euro. Die entsprechende Marge kletterte von 5,8 auf 10,3 Prozent und überschritt damit erstmals die Zehn-Prozent-Marke, die der Vorstand seit Jahren anpeilt. Auch die Bruttomarge verbesserte sich, von 24,8 auf 26,9 Prozent, weil die Projekte besser zusammengestellt und sauberer abgearbeitet wurden.
Das Geld bleibt inzwischen im Haus. Der freie Mittelzufluss, also das Geld, das nach allen Investitionen übrig bleibt, betrug im Quartal 165 Millionen Euro. Die Nettoliquidität erreichte mit 1,7 Milliarden Euro einen Rekordwert, der Konzern hat also deutlich mehr Geld als Schulden. Finanzvorstand Ilya Hartmann kaufte im August für eigene Rechnung Aktien bei rund 41 Euro.
Die Bücher sind voll. Der Auftragseingang legte um 32 Prozent auf 3.100 Megawatt zu, 74 Prozent davon aus Europa, und der Preis je Megawatt hielt sich bei rund 0,97 Millionen Euro. Zusammen mit dem Service stehen über 18 Milliarden Euro in den Büchern. Die Servicesparte betreut jetzt mehr als 50 Gigawatt an über 14.000 Anlagen, die durchschnittliche Vertragslaufzeit liegt bei über 14 Jahren, und die operative Marge erreicht dort 19,7 Prozent, klar mehr als im Turbinengeschäft. In den USA sind bis Ende Juni rund 800 Megawatt an Aufträgen gesichert, und das neue Werk in Iowa fährt die Produktion schneller hoch als geplant, bei nach Angaben des Vorstands ähnlichen Margen wie in Deutschland.
Die Schätzungen stehen bei 2,02 Euro Gewinn je Aktie für 2026, 2,45 Euro für 2027 und 2,72 Euro für 2028. Daraus folgen Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) von 20,7 (2026), 17,1 (2027) und 15,4 (2028). Das KGV gibt an, wie viele Jahresgewinne beim aktuellen Kurs bezahlt werden. Der Gesamtmarkt kommt auf rund 16, die Branche auf rund 24. Die Aktien liegen damit zwischen beiden. Von 15 Häusern raten neun zum Kauf, fünf zum Halten und eines zum Verkauf, das mittlere Kursziel liegt bei 49,31 Euro und die Spanne reicht von 35 bis 60 Euro. Bewertungsmodelle, die künftige Zahlungsströme und vergleichbare Unternehmen heranziehen, kommen auf rund 42,50 Euro und sehen den Kurs damit als fair bewertet an. Das Ziel dieses Trades von 46 Euro liegt zwischen diesem Modellwert und dem mittleren Analystenziel. Eine Dividende zahlt der Konzern nicht.
Die Risiken stecken im zweiten Halbjahr. Zwischen 60 und 65 Prozent der Jahresleistung fallen in diese sechs Monate, entsprechend hängt die Jahresprognose von 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro Umsatz und 8 bis 11 Prozent Marge an der Abarbeitung. Im ersten Halbjahr gingen die Aufstellungen zurück, weil Baustellen nicht rechtzeitig fertig waren, Transportgenehmigungen fehlten und es in der Türkei Probleme mit Rotorblättern gab. Der Vorstand hat die Prognose trotz des starken Quartals nicht angehoben und nennt die Mitte der Spanne als wahrscheinlichsten Ausgang. Diese Mitte liegt mit rund 8,6 Milliarden Euro Umsatz und etwa 9,5 Prozent Marge unter dem, was der Markt mit 8,8 Milliarden und 10,2 Prozent erwartet. Dazu kommen der Preisdruck durch Vestas, den dänischen Wettbewerber aus Aarhus, Siemens Energy aus München und chinesische Hersteller, teurer werdende Bauteile sowie die unklare Zollpolitik in den Vereinigten Staaten. Die nächsten Zahlen kommen am 30. Oktober.
Fazit:
Trader könnten eine Long-Position auf die Titel von Nordex über ein Endlos-Turbo-Zertifikat von Lang und Schwarz mit der WKN LX75WL in Betracht ziehen, um bei einem Anstieg des Basiswerts auf 46 Euro eine Rendite von 74,49% im Schein zu erzielen. Der Stopp-Loss könnte bei 38 Euro platziert werden, was einem Verlust von 26,52% im Hebelprodukt entspräche. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser Trading-Idee beträgt 2,81. Der Hebel liegt bei 5,09 und der Abstand zur Knock-out-Schwelle bei 18,14 Prozent. Die Renditen sind auf den Einstieg bei 40 Euro gerechnet, der unter dem aktuellen Kurs liegt, weshalb der Schein derzeit teurer notiert.
Risikohinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Werte dar. Die besprochenen Wertpapiere sind sehr volatile und risikoreiche Anlageformen. Dies ist keine Anlageberatung, und jede Entscheidung erfolgt auf eigenes Risiko. Hinweis: Stopp-Loss-Marken und Gewinnziele dienen lediglich als Orientierung und sollten an das individuelle Risiko- und Geldmanagement sowie die tagesaktuelle Marktentwicklung angepasst werden. Gewinne sollten eigenverantwortlich realisiert werden. Das Erreichen des Kursziels basiert auf dem angegebenen Zielkurs des Basiswerts. Der Autor ist zum Zeitpunkt der Analyse nicht in Nordex-Aktien investiert.
| Trading Idee: Nordex | |
|---|---|
| Basiswert | Nordex SE (ISIN: DE000A0D6554) |
| Produktgattung | Endlos Turbo Long |
| Emittent | Lang und Schwarz |
| ISIN/WKN Hebelprodukt | DE000LX75WL7 / LX75WL |
| Laufzeit | Open End |
| Kurs K.-o.-Call (Datum) | 0,97/0,98€ (23.09.2026, 12:18 Uhr) |
| Basispreis variabel | 33,15€ |
| Knock-out-Schwelle | 33,15€ |
| Hebel | 5,09 |
| Abstand zum Knock-out | 18,14% |
| Stop-Loss Call | 0,58€ (-26,52%) |
| Ziel Call | 1,38€ (+74,49%) |
Risikohinweis: | |
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