Aktien Europa: Erholung hält an


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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Dienstag mit klaren Kursgewinnen an den bereits starken Wochenstart angeknüpft. Die Diskussion um Lockerungen in der Corona-Pandemie beflügelte weiter. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) kletterte zurück über die Marke von 2900 Punkten und stand kurz vor dem Mittag mit 1,63 Prozent im Plus bei 2929,03 Zählern.

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In Paris legte der Leitindex CAC 40 um 1,02 Prozent auf 4551,13 Punkte zu. Der Londoner FTSE 100 rückte um 1,18 Prozent auf 5916,04 Zähler vor.

Am Montag hatte der europäische Leitindex mit einem Sprung von mehr als zweieinhalb Prozent die - vor allem von Spannungen am Ölmarkt und Rezessionsängsten dominierte - verlustreiche Vorwoche wieder ausbügeln können. Dabei half vor allem die Aussicht darauf, dass in zahlreichen Ländern dieser Welt die Wirtschaft nach dem zeitweisen Shutdown wegen der Corona-Pandemie langsam wieder angefahren werden könnte.

"Das Risiko einer zweiten Corona-Infektionswelle ist zwar weiterhin präsent. Die Anleger haben ihren Fokus aber derzeit auf die Wiedereröffnung der Wirtschaft gerichtet", schrieb Marktbeobachter Milan Cutkovic. Noch sei aber zu bezweifeln, ob die Erholungsrally auf festen Beinen stehe, warnte der Experte von Axitrader. "Es bräuchte nicht viel an negativen Nachrichten, um die Investoren wieder in Panik zu versetzen." Ähnlich äußerten sich die Marktanalysten der Deutschen Bank: Die Weiterverbreitung des Virus sei zweifelsohne auf ein sehr niedriges Niveau gesunken, doch könnte sich die Nachrichtenlage schnell wieder ändern, sobald die Wirtschaft gelockert werde.

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In Europa hatten die Anleger gleichzeitig einige durchwachsene Unternehmensbilanzen zu verdauen - auch hier dominierte die Corona-Krise. Gemischt fiel die Öffnung der Bücher etwa im Bankensektor aus, wo die britische HSBC und die spanische Santander wegen der Belastungen der Pandemie und hoher Risikovorsorge für Kreditausfälle von einem erheblichen Gewinnrückgang im ersten Quartal berichteten. HSBC verloren in London moderat. Santander hingegen konnten nach einem anfänglichen Rutsch zuletzt mehr als zwei Prozent zulegen.

Die Schweizer UBS konnte ihren Gewinn im ersten Quartal kräftig steigern, sorgt sich aber um das zweite Quartal. Die Anleger zeigten sich dennoch sehr zufrieden, das Papier legte in Zürich an der SMI-Spitze um mehr als fünf Prozent zu. Auch europaweit standen die Banken

Novartis (Novartis)-Papiere gaben unterdessen einen Teil ihrer Anfangsgewinne bis zum Mittag wieder ab, zuletzt notierte das Papier mit knapp einem halben Prozent im Plus. Analysten bewerteten das Zahlenwerk des Schweizer Pharmakonzerns überwiegend positiv. Der Konzern habe von Covid-19-bedingten Vorratskäufen profitiert, schrieb Jefferies-Experte Peter Welford.

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Zu den großen Kursgewinnern an der Züricher Börse gehörten die Aktien des Industriekonzerns ABB (ABB (Asea Brown Boveri)) mit mehr als fünf Prozent Kurszuwachs, dessen Zahlen für das erste Quartal trotz Rückgängen deutlich besser als am Markt befürchtet ausgefallen waren.

Der Ölpreisverfall und die Corona-Pandemie drückten derweil auf den Gewinn des Energieriesen BP - in London drehten die Papiere nach einem anfänglichen Rückschlag zuletzt mit mehr als einem Prozent ins Plus./tav/fba

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