Aktien Frankfurt: Anleger lassen Luft ab nach Höhenflug


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der jüngsten Rekordjagd hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Der Dax (DAX 30) notierte am Nachmittag zuletzt 0,72 Prozent tiefer bei 13 310,99 Punkten. Noch am Vortag hatte der deutsche Leitindex mit 13 425 Zählern den höchsten Stand seit Januar 2018 erreicht. Die Börsianer setzen aber weiterhin auf eine Jahresendrally und schielen bereits auf das bisherige Rekordhoch von 13 596 Punkten.

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Der MDAX, der zu Wochenbeginn einen weiteren Rekordstand erreicht hatte, stagnierte am Dienstag zuletzt bei 28 255,35 Zählern. Auch europaweit lief der Handel nach den am Vortag erreichten Höchstständen eher verhalten. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) ging es um rund 0,5 Prozent abwärts. Zu Wochenbeginn war das Börsenbarometer noch auf den höchsten Stand seit dem Frühjahr 2015 geklettert. Auch die Wall Street hatte am Vorabend ihre Rekordjagd fortgesetzt.

Triebfeder für die jüngste Rally an den internationalen Handelsplätzen war vor allem die Teileinigung zwischen den USA und China im Handelskrieg. Zudem scheint mit dem Wahlsieg der Tories in Großbritannien auch die Brexit-Hängepartie aufs Erste beendet, die bisher ebenfalls ein gewichtiger Bremsklotz für die Börsen war.

Auf Unternehmensseite standen die Ceconomy-Aktien (Ceconomy St) mit einem Verlust von knapp 7 Prozent im Anlegerfokus und waren klares Schlusslicht im SDax. Mit einem erneuten Dividendenausfall enttäuschte der Elektronikhändler die Aktionäre. Die Zielvorgabe für das operative Ergebnis im neuen Geschäftsjahr ist laut Baader-Analyst Volker Bosse jedoch besser ausgefallen als befürchtet.

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Corestate (Corestate Capital) gehörten mit einem Plus von 3,1 Prozent zu den Favoriten im SDax. Bei den Börsianern kam gut an, dass sich der Gründer des Immobilieninvestors, Ralph Winter, im Rahmen einer Privatplatzierung von einem Großteil seiner Aktien trennt.

Für ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media SE) ging es nach Marktgerüchten, wonach der Medienkonzern eine Übernahme des US-Unternehmens Meet Group erwägt, um 2,2 Prozent abwärts.

Ferner bewegten zahlreiche Unternehmensstudien. Die Papiere des Softwarekonzerns SAP (SAP SE) verloren nach einer Verkaufsempfehlung der Bank of America als Dax-Schlusslicht 2,7 Prozent an Wert. Dagegen stiegen 1&1 Drillisch nach einer Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe um 1,2 Prozent. Rheinmetall verteuerten sich um knapp 2 Prozent nach einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs. Analyst Chris Hallam traut der Rüstungssparte des Konzerns auch in Zukunft starkes Wachstum zu, womit die Probleme in der Autosparte mehr als wettgemacht werden dürften.

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Der Eurokurs notierte zuletzt bei 1,1160 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1146 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,31 Prozent am Vortag auf minus 0,30 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) fiel um 0,05 Prozent auf 144,18 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,12 Prozent auf 172,14 Punkte./edh/fba

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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