Aktien Frankfurt Ausblick: Weitere moderate Verluste erwartet


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 30) dürfte am Freitag seine moderaten Vortagesverluste etwas ausweiten. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart ein Minus von 0,23 Prozent auf 13 266 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) dürfte mit minus 0,1 Prozent in den Handel starten.

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Bereits seit Wochen pendelt das deutsche Börsenbarometer um die Marke von 13 300 Punkten. Sie wirkt wie ein Magnet, so dass auch das Wochenhoch am Mittwoch bei 13 454 Punkten sich als nicht nachhaltig erwies. Die Stärke des Euro ist dabei aktuell auch ein Grund. An diesem Morgen näherte sich die Gemeinschaftswährung im Vergleich zum US-Dollar wieder ihrem vor einer Woche erreichten Höchststand seit Frühjahr 2018 und legte zuletzt auf 1,2160 Dollar zu. Das bereitet Anlegern mit Blick auf die im Dax schwer gewichteten Exporteure Sorgen.

Belastend kommt hinzu, dass ein neuer Corona-Lockdown in Deutschland immer wahrscheinlicher wird und außerdem ein Handelspakt zwischen Großbritannien und der Europäischen Union zunehmend fraglicher erscheint. Der britische Premierminister Boris Johnson dämpfte am Vorabend etwaige Hoffnungen. Beide Seiten rüsten sich nun zunehmend für ein Scheitern.

Unter den Einzelwerten könnten SAP (SAP SE) und die Software AG (Software) nach den vom Wettbewerber Oracle vorgelegten Quartalszahlen im Blick stehen. Der US-Softwarekonzern habe ein unspektakuläres, aber ordentliches zweites Geschäftsquartal vorgelegt, kommentierte JPMorgan-Analyst Mark Murphy. Die Aktien der beiden reagierten vorbörslich auf Tradegate kaum.

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Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec gab nach Eckzahlen Ende Oktober nun sein endgültiges Zahlenwerk bekannt, was auf Tradegate bereits zu Verlusten führte. Inmitten der Corona-Krise verdiente er wegen einer gesunkenen Nachfrage im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich weniger als im Vorjahr. Für das kommende Jahr erwartet der Konzern grundsätzlich eine Erholung. Die ersten Monate dürften allerdings unter den Vorjahreswerten bleiben. Stabilus bestätigte seine vorläufigen Zahlen und schlug zudem eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie vor.

Fraport (Fraport) gaben auf Tradegate nach. Der Flughafenbetreiber meldete Verkehrszahlen für November. Der coronabedingte Rückgang des Passagierverkehrs am Frankfurter Flughafen beschleunigte sich im abgelaufenen Monat erneut deutlich. Die Zahl der Fluggäste fiel im Vergleich zum Vorjahr um 87 Prozent und damit deutlich stärker als in den Vormonaten. In den gesamten abgelaufenen elf Monaten des Jahres ging die Passagierzahl um fast 73 Prozent zurück.

Zudem könnten Umstufungen bewegen. So senkte Morgan Stanley den Daumen über Eon (EON SE). Die Einstufung lautet nun "Underweight", das Kursziel wurde ebenfalls gekappt. Prompt ging es auf Tradegate abwärts. Dagegen äußerten sich Analysten positiv über HelloFresh. JPMorgan hob die Aktie des Kochboxenanbieters von "Underweight" auf "Neutral" und das Kursziel von 35 auf 55 Euro. Die Commerzbank bekräftigte ihr Kaufvotum und hob ihr Kursziel von 66 auf nun 71 Euro an. Allerdings gab auch diese Aktie nach, jedoch nach einem Kurssprung um 15 Prozent am Donnerstag.

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Alstria Office (alstria office REIT-AG) wurde von der US-Investmentbank Goldman Sachs von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 13,40 Euro auf 16,80 Euro angehoben, was vorbörslich dem Kurs bereits Auftrieb gab. Der Gewerbeimmobilienkonzern sollte in einem günstigen Marktumfeld mehr Vermögenswerte verkaufen und ein Aktienrückkaufprogramm starten können, schrieb Analyst Jonathan Kownator./ck/jha/

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