Aktien Frankfurt: Dax hält sich im Plus - Schnäppchenjäger greifen zu


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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 30) hat sich am Dienstag in der Gewinnzone behauptet. Nach einem schwächeren Start hatte der deutsche Leitindex kurz die Marke von 13 050 Punkten überwunden, bevor er wieder etwas unter Druck geriet und am frühen Nachmittag noch ein Plus von 0,38 Prozent auf 12 969,86 Punkte verzeichnete.

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Der MDAX der mittelgroßen Werte kam mit minus 0,12 Prozent auf 27 455,86 Punkte kaum vom Fleck. Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50), der Leitindex der Eurozone, gewann 0,24 Prozent.

Auch wenn es momentan keinen nachhaltigen Grund für eine ausgeprägte risikofreudige Stimmung gibt, wie Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen Helaba sagte, so gehen dennoch laut Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank immer wieder Investoren in ausgesuchten Branchen auf Schnäppchenjagd. "Derzeit sind etwa Aktien von Chemieunternehmen gefragt", erklärte er. Mit dem Kauf setzten die Marktteilnehmer auf eine potenzielle Konjunkturerholung.

Unter den Einzelwerten ragten im Dax die Aktien von Covestro mit einen Plus von fast drei Prozent heraus. Die Zuversicht des Kunststoffherstellers für das dritte Quartal wirkte nach, zumal nun positive Analystenstimmen folgten. Ganz vorn im Leitindex führten die sehr schwankungsanfälligen Papiere des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard einmal mehr ein Eigenleben und gewannen zuletzt gut 16 Prozent.

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Die am Vortag unter Druck geratenen Papiere der Lufthansa erholten sich mit einem Plus von rund drei Prozent. Die Schweizer Töchter Swiss und Edelweiß erhielten ihre staatlich garantierten Kredite, die die Regierung in Bern bereits im Mai versprochen hatte. Sie waren jedoch vom deutschen Rettungspaket für die Lufthansa abhängig gewesen. Zudem schließt easyJet drei Basen in Großbritannien, darunter auch London-Stansted.

An der MDax-Spitze schnellten die Anteilsscheine von K+S (K+S) um fast sieben Prozent nach oben. Am Markt wurde auf Medienberichte über einen möglichen Produktionsstillstand in Anlagen des Dünger-Konkurrenten Belaruskali infolge der politischen Unruhen in dem Land verwiesen. Belaruskali stehe für etwa 17 Prozent der weltweiten Kaliproduktion. Dauer und Ausmaß der möglichen Proteste und mithin die Folgen für das globale Kaliangebot seien aber kaum einzuschätzen. So gab es auch Medienberichte, denen zufolge bei Belaruskali eventuell doch nicht gestreikt wird.

Für die Papiere von Tele Columbus ging es als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDAX um rund sechs Prozent abwärts. Laut Händlern fielen die Geschäftszahlen des Kabelnetzbetreibers zum zweiten Quartal zwar wie erwartet aus. Dass aber die Jahresprognose nur bestätigt wurde, habe etwas enttäuscht. Zudem verwies Commerzbank-Analystin Heike Pauls auf nur "knappe Aussagen" zur neuen Unternehmensstrategie, was wohl ebenfalls bei den Anlegern nicht gut angekommen sein dürfte.

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Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,44 Prozent am Montag auf minus 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,17 Prozent auf 145,39 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,02 Prozent auf 176,15 Punkte vor.

Der Euro kostete zuletzt 1,1941 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1853 (Freitag: 1,1813) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8437 (0,8465) Euro./la/jha/

--- Von Lutz Alexander dpa-AFX ---

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