AKTIEN IM FOKUS: Amazon nach Zahlen nächster Tech-Treiber - Apple sackt ab
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NEW YORK (dpa-AFX) - Der Online-Händler Amazon ist am Freitag nach den Zahlen vom Vorabend der nächste Stimmungstreiber einer Erholung an der Nasdaq-Börse. Die Titel des Handelsriesen zogen im frühen Handel um mehr als 14 Prozent auf den höchsten Stand seit Ende Mai an. Inklusive der Erholung am Vortag haben zwei Handelstage gereicht, um die Verluste von zwei Wochen aufzuholen.
Amazon hob sich mit dem Kurssprung positiv von Apple ab, die in den vergangenen Wochen mit einer Rekordserie aber auch einen besseren Lauf hinter sich hatten. Ein enttäuschender Umsatzausblick ließ die Titel des iPhone-Herstellers um mehr als neun Prozent absacken. Amazon dagegen meldete das stärkste Quartalswachstum seiner Cloud-Sparte seit 2021 und beruhigte die Anleger, was den milliardenschweren Ausbau der KI-Infrastruktur betrifft. Sorgen, ob sich die Gelder lohnen, hatten zuletzt Aktien mit KI-Bezug belastet.
Damit geht die Schere bei den Kursentwicklungen großer Technologieriesen erneut auseinander. Am Vortag waren schon die Kurse von Microsoft und Meta (Meta Platforms (ex Facebook)) in unterschiedliche Richtungen gelaufen. Im Gesamtbild an der Nasdaq hatte am Donnerstag die Erleichterung über Microsoft überwogen. Am Freitag hat nun Amazon positiven Einfluss auf die Kurse im breiten Technologiesektor. Vor allem ging die starke Erholung im Chipsektor zu Wochenschluss weiter.
Amazon profitierte im Quartal weiter vom KI-Boom vor allem über die Cloud-Sparte AWS, die Anleger überzeugte. Der Handels- und Technologiekonzern steigerte den Umsatz und Gewinn deutlich. Das zweite Quartal sei genau nach dem Geschmack der Bullen gewesen, kommentierte Analyst Brad Erickson von RBC. Ronald Josey von der Citigroup bewertet seinen "Top Pick" nach den Ergebnissen jetzt noch positiver.
Wegen gestiegener Speicherchip-Preise steckt Konzernchef Andy Jassy mit 220 Milliarden Dollar noch 20 Milliarden Dollar mehr in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Anders als in manch anderen Fällen beunruhigte dies die Anleger nun aber nicht mehr. Doug Anmuth von JPMorgan kommentierte dazu, dass sich die Investitionen in Künstliche Intelligenz im Falle von Amazon auszahlen würden. Angesichts der Nachfrageentwicklung seien die erhöhten Ausgaben gerechtfertigt, hieß es vom Jefferies-Fachmann Brent Thill.
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