Aktien Wien Schluss: ATX erneut sehr schwach


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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Dienstag erneut mit klaren Kursverlusten geschlossen. Der ATX rutschte um 1,68 Prozent auf 3668,12 Punkte ab. Nach deutlich schwächerem Beginn konnte der Leitindex seine Abschläge im Verlauf etwas eingrenzen. Das europäische Umfeld konnte die anfangs deutlichen Kurseinbußen weitgehend wieder aufholen. Marktbeobachter verwiesen auf vage Hoffnungen der Anleger auf diplomatische Lösungen im Ukraine-Konflikt.

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Russland ist nach Kreml-Angaben bereit zu einem Krisengipfel im Ukraine-Konflikt unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs. Ein hypothetischer Gipfel im Vierer-Format der Normandie-Gruppe könne sich um eine gewaltfreie Lösung des Konflikts drehen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Die EU-Kommission hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unerwartet weitreichende Sanktionen gegen Russland vorgeschlagen. Ein am Dienstag den Mitgliedstaaten präsentierter Entwurf sieht Angaben von Diplomaten zufolge vor, den Handel mit russischen Staatsanleihen zu verbieten, um eine Refinanzierung des russischen Staats zu erschweren. Zudem sollen mehrere Hundert Personen und Unternehmen auf die EU-Sanktionsliste kommen.

Als Reaktion auf die russische Anerkennung der Separatistengebiete in der Ost-Ukraine legt Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz die Inbetriebnahme der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 auf Eis, wurde zudem bekannt. Der an der Finanzierung der Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligte Öl- und Gaskonzern OMV sieht trotz des angekündigten Stopps für die Röhre keinen Abschreibungsbedarf. OMV-Aktien schlossen um gut zwei Prozent schwächer.

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Stark unter Druck stand erneut die Aktie der RBI mit minus 7,5 Prozent. Die Raiffeisen Bank International (Raiffeisen) (RBI) ist mit Tochterbanken in Russland und in der Ukraine tätig und hat dort derzeit ein normales Geschäft. "Die Lage beider Banken - sowohl in Russland als auch in der Ukraine - ist ruhig und das Geschäft läuft normal. Im Falle einer Eskalation treten die Krisenpläne in Kraft, die die Bank in den vergangenen Wochen vorbereitet hat", so die RBI in einem Statement zur APA. Im Hinblick auf mögliche Sanktionen hat die RBI bereits 115 Millionen Euro an Vorsorgen zurückgelegt.

Auch Erste Group (Erste Group Bank) fanden sich auf den Verkaufslisten der Investoren und schlossen um deutliche 4,1 Prozent tiefer. BAWAG schwächten sich vergleichsweise leicht um 0,7 Prozent ab.

Voestalpine (voestalpine) gewannen 0,40 Prozent auf 30,02 Euro. Die Analysten der Credit Suisse haben ihre Einstufung von "Neutral" auf "Outperform" angehoben. Das Kursziel wurde von Analyst Carsten Riek im Rahmen einer Sektor-Studie zu den europäischen Stahlwerten von 36,70 auf 43,00 Euro erhöht.

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Andere Themen, wie beispielsweise Konjunkturdaten, rücken erneut in den Hintergrund. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar deutlich verbessert. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, stieg gegenüber Januar um 2,9 Punkte auf 98,9 Zähler. Analysten hatten zwar mit einer Verbesserung gerechnet, allerdings mit einer wesentlich moderateren./ger/pma/APA/jha

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