All for One: Es kommt noch dicker
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All for One kappt nach schwachen Halbjahreszahlen drastisch die Prognose und stellt sich auf eine Nullrunde ein. Trotz günstiger Bewertung kann der Aktie nur eine Ertragswende auf die Beine helfen.
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Nach den schwachen Zahlen von All for One zum ersten Quartal 2025/26 (Umsatz -6 Prozent, EBIT vor M&A-Effekten -40 Prozent) hatte sich bereits angedeutet, dass die Jahresprognose des IT-Dienstleisters nicht haltbar sein könnte. Nun besteht Gewissheit: Hatten die Stuttgarter zuvor noch mit einem EBIT vor M&A-Effekten von 27,5 bis 34,5 Mio. Euro gerechnet, so wird nun nur noch mit einem ausgeglichenen operativen Ergebnis gerechnet mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 5 Mio. Euro. Zwar wird beim Umsatz weiterhin eine Zielmarke von 500 bis 530 Mio. Euro (Vj.: 503 Mio. Euro) angepeilt, allerdings nun unter Einbeziehung der im Januar übernommenen apsolut Group.
Halbjahreszahlen verhagelt
Ursächlich für die Prognosekürzung ist, dass die Nachfrageschwäche im IT-Sektor durch die anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten auch die Halbjahreszahlen verhagelt hat. Hier gingen die Erlöse trotz der Erstkonsolidierung von apsolut um 2,8 Prozent auf 250,4 Mio. Euro zurück und der operative Gewinn brach um mehr als die Hälfte auf 6,9 Mio. Euro ein. Der Vorstand will zwar nun mit einem Kostensenkungsprogramm dagegenhalten, dies wird aber erst mittelfristig Wirkung zeigen. Für das laufende Geschäftsjahr wird erst einmal mit zusätzlichen Restrukturierungskosten von bis zu 20 Mio. Euro gerechnet.
Ertragswende vonnöten
Die Aktie hat im frühen Handel auf die Hiobsbotschaft bereits mit einem Einbruch von über 20 Prozent reagiert, wodurch sich der Kursverlust in den letzten zwölf Monaten inzwischen auf über 50 Prozent summiert. Damit wird die Aktie aktuell mit weniger als einem Drittel des Jahresumsatzes bewertet. Solange All for One keine Umsatzdynamik und vor allem keine Ertragswende vorweisen kann, drängt sich ein Einstieg dennoch nicht auf.
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Erstellung am 8.5.26 um 11:04 Uhr.
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