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Vor den Zahlen: BofA bleibt bullish - jetzt muss die Microsoft-Aktie liefern


Vor den Zahlen: BofA bleibt bullish - jetzt muss die Microsoft-Aktie liefern

Wenige Tage vor den Quartalszahlen hält die Bank of America an ihrer Kaufempfehlung für Microsoft fest. Ob die Aktie neuen Schwung erhält, dürfte vor allem von einer Kennzahl abhängen.

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  • Bank of America bestätigt Kaufrating und Kursziel für Microsoft
  • Entscheidend vor den Zahlen am 29. Juli 2026 ist das Azure-Wachstum
  • Das BofA-Kursziel liegt unter dem Analystenkonsens
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Die Bank of America hat ihr Kaufrating für die Microsoft-Aktie und ihr Kursziel von 500 US-Dollar erneut bestätigt, wenige Tage vor den Zahlen zum vierten Fiskalquartal am 29. Juli 2026. Der Analyst benennt in seiner Analyse, aus der TheStreet zitiert, eine einzelne Kennziffer als entscheidend für den weiteren Kursverlauf: das Wachstum der Cloud-Sparte Azure.

Die Einstufung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem Microsoft unter den großen US-Technologiewerten zu den schwächeren Werten des laufenden Jahres zählt. Seit Jahresstart haben Anleger einen Verlust von rund 19 Prozent in ihren Depots, erst am Freitag hatte die Microsoft-Aktie an der NASDAQ erneut 1,82 Prozent auf 393,82 US-Dollar verloren und damit mit Verlusten auf die Expertenanalyse reagiert. Am Montag zeigte sich der Titel mit einem Plus von 2,15 Prozent bei 402.29 US-Dollar.

Warum Azure die Messlatte für die Microsoft-Aktie ist

Microsoft hatte für das vierte Fiskalquartal ein Umsatzwachstum von Azure zwischen 39 und 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt, währungsbereinigt. Die Bank of America hält das Erreichen oder Übertreffen dieser Spanne für zentral, ein Verfehlen könnte nach ihrer Einschätzung Zweifel an der Rendite der milliardenschweren KI-Investitionen verschärfen. Rückenwind kommt aus der Kapazität: Das erste vollständig betriebsbereite Fairwater-Rechenzentrum in Wisconsin soll dabei helfen, einen Teil des Auftragsbestands schneller in Umsatz umzuwandeln. Dieser stand zum Ende des dritten Fiskalquartals bei 627 Milliarden US-Dollar, wovon das Management rund ein Viertel binnen zwölf Monaten realisieren will.

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Die Kehrseite: hohe Investitionen belasten den Cashflow

Die Bank of America rechnet für das vierte Fiskalquartal mit Investitionsausgaben von rund 42 Milliarden US-Dollar, was den freien Cashflow gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich schrumpfen lässt. Diese Belastung ist aus Sicht des Analysten kein Zufall, sondern der Preis für den Ausbau der KI-Infrastruktur. Die Bank sieht die Bewertung der Aktie mit dem rund 19-Fachen ihrer Gewinnschätzung für das Kalenderjahr 2027 deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von etwa 29, was sie als Ausdruck kurzfristiger Investitionssorgen wertet und nicht als Zeichen eines strukturellen Problems im Geschäft.

Copilot-Fortschritt und ein vorsichtigeres Kursziel als der Konsens

Als weiteren Beleg für den Fortschritt bei der Monetarisierung führt die Bank of America Copilot an: Zum Ende des dritten Fiskalquartals zählte das KI-Werkzeug 20 Millionen zahlende Nutzer, während sich die annualisierten KI-Erlöse auf 37 Milliarden US-Dollar summierten. Mit rund 400 Millionen im Einsatz befindlichen M365-Lizenzen sieht die Bank ein großes Aufwertungspotenzial für weitere Copilot-Abschlüsse.

Bemerkenswert dabei: Mit 500 US-Dollar liegt das Kursziel der Bank of America unter dem auf TipRanks ausgewiesenen Analystenkonsens von rund 559 US-Dollar. Die Bank gehört damit trotz ihrer positiven Einstufung zu den vorsichtigeren Stimmen am Markt.

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Die anstehenden Quartalszahlen werden zeigen, ob Azure die genannte Wachstumsspanne erreicht, wie sich die Copilot-Zahlen weiterentwickeln und welche Signale das Management für die Margenentwicklung im Geschäftsjahr 2027 gibt.

Claudia Stephan, Bettina Schneider, Julia Walter, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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