Rheinmetall-Aktie im Minus: Neues Technologiezentrum in Neuss geplant - RENK, HENSOLDT & TKMS im Blick
Das Rheinmetall-Vorhaben eines Technologiezentrums mit KI-Schwerpunkt weckt in Neuss Hoffnungen auf einen lokalen Jobmotor.
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"Wir erwarten davon starke und langfristige Impulse für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Neuss", sagte der Bürgermeister von Neuss, Rainer Breuer (SPD). "Davon werden nicht nur bereits ansässige mittelständische Zulieferer profitieren - wir rechnen auch damit, dass sich weitere Unternehmen aus diesem Umfeld in Neuss und der Region ansiedeln werden."
In Neuss hat der Rüstungskonzern Rheinmetall ein Werk, das früher als reiner Autozulieferer-Standort genutzt wurde, inzwischen aber für die militärische Produktion umgebaut wird - dort sollen Weltraum-Satelliten, Drohnen und Gefechtstürme für Flugabwehr-Panzer gebaut werden. Früher hatte Rheinmetall in Neuss 1.500 Beschäftigte, inzwischen sind es deutlich unter 1.000. Nun soll es personell aber wieder nach oben gehen.
Es entstehen viele Arbeitsplätze
Zu den Folgen der Umwidmung auf das Rüstungsgeschäft samt damit verbundener Investitionen sagte Bürgermeister Breuer: "Nach den Planungen soll der bestehende Produktionsstandort um rund 700 Mitarbeitende wachsen." Von Rheinmetall hieß es vage, in dem Werk sollten Hunderte Arbeitsplätze entstehen.
Zusätzlich zu dem Werk plant Rheinmetall besagtes Technologiezentrum. "Wir wollen 500 Wissenschaftler drin haben, die die Künstliche Intelligenz machen, die den gesamten Bereich Digitalisierung und Satellitentechnik machen", sagte Konzernchef Armin Papperger unlängst bei einer Veranstaltung der Academy of International Affairs NRW. Darüber hatte die "Rheinische Post" berichtet, der Zeitung zufolge geht es um Investitionen von 250 Millionen Euro. Auch der WDR berichtete.
Bürgermeister Breuer ist von den Plänen angetan. "Das Vorhaben ist ein großer Gewinn für Neuss und die heimische Wirtschaft", sagte der Sozialdemokrat. Die konkrete Ausgestaltung werde derzeit zwischen den Beteiligten abgestimmt.
So reagieren die deutschen Rüstungsaktien
Im XETRA-Handel am Dienstag zeigte sich die Rheinmetall-Aktie letztlich mit Abgaben von 2,79 Prozent auf 1.079,80 Euro. Damit gehören sie zu den schwächsten Werten im DAX. Die Anteilsscheine der deutschen Rüstungskollegen zeigten sich von ihrer schwächeren Seite: So verloren RENK-Papiere 5,2 Prozent auf 44,56 Euro, während auch HENSOLDT 3,5 Prozent auf 82,70 Euro nachgab. TKMS-Anteilsscheine sackten unterdessen um 5,46 Prozent auf 83,10 Euro ab.
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NEUSS (dpa-AFX)
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