Aktien von AMD und Palantir erneut reduziert: Cathie Wood setzt weiter auf Broadcom, Cloudflare und Cerebras
Cathie Wood trennt sich erneut über mehrere ETFs von AMD-Anteilen sowie über einen weiteren Fonds von Palantir-Aktien und lenkt das frei gewordene Kapital in zwei andere Halbleiterwerte um.
Werte in diesem Artikel
- Ark Invest baut die AMD-Position über mehrere Fonds weiter ab
- Broadcom, Cloudflare und Cerebras ziehen stattdessen stärker ins Depot ein
- Die Verkäufe reihen sich in ein länger laufendes Umschichtungsmuster ein
Ark Invest hat am Mittwoch über die ETFs ARK Blockchain & Fintech Innovation ETF (ARKF), ARK Autonomous Technology & Robotics ETF (ARKQ) und ARK Next Generation Internet ETF (ARKW) erneut AMD-Aktien verkauft und zugleich Palantir-Anteile im Flaggschiff-Fonds ARK Innovation ETF (ARKK) reduziert. Im Gegenzug stockte die Investmentgesellschaft von Starinvestorin Cathie Wood ihre Positionen in Broadcom und Cerebras Systems über mehrere Fonds auf. Die AMD-Aktie verliert damit immer mehr an Bedeutung, während Halbleiterwerte aus dem KI-Infrastrukturbereich an Gewicht gewinnen.
AMD und Palantir erneut auf der Verkaufsliste
Ark Invest trennte sich am Mittwoch über drei Fonds von insgesamt weiteren 34.643 Anteilen des Halbleiterherstellers AMD, der Prozessoren und Grafikchips für Server, Gaming und Embedded-Anwendungen entwickelt: 3.319 Aktien verließen den ARKF, 8.471 den ARKQ und 22.853 den ARKW. Parallel dazu reduzierte die Investmentgesellschaft im ARKK-Fonds die Position beim Datenanalyse-Unternehmen Palantir um 18.056 Aktien.
Damit setzte sich ein Muster fort, das bereits an den vorangegangenen Tagen sichtbar geworden war: So hatte Ark Invest bereits am Dienstag AMD-Anteile in vier Fonds um insgesamt 25.917 Stück reduziert sowie 22.023 Palantir-Aktien im ARKF-Depot abgebaut. Und auch schon am Montag hatte die Investmentgesellschaft Anteilsscheine beider Unternehmen aus den Depots geworfen. Die Palantir-Position baut Ark dabei seit dem 1. August 2026 sukzessive ab. Die Aktie hatte nach einem gemeldeten Umsatzwachstum von 93 Prozent im zweiten Quartal 2026 deutlich zugelegt.
Broadcom, Cerebras und Cloudflare als Profiteure der Umschichtung
Auf der Kaufseite standen am Mittwoch vor allem zwei Werte im Fokus: Broadcom, ein Anbieter von Halbleiterlösungen und Infrastruktursoftware, verzeichnete Zukäufe von 34.822 Aktien im ARKK, 10.893 im ARKQ und 9.833 im ARKW. Die Broadcom-Käufe reihen sich dabei in eine mehrschichtige Positionierung von Ark Invest im Bereich der KI-Infrastruktur ein. Das Ark-Portfolio umfasst in diesem Bereich neben Broadcom auch NVIDIA und Cerebras Systems für Rechenleistung sowie CoreWeave und Cloudflare für Cloud- und Netzwerkinfrastruktur. Bei letzterem griff Cathie Wood auch am Mittwoch weiter zu und holte 5.325 Cloudflare-Aktien in den ARKF sowie 43.265 Aktien in den ARKK und 12.215 Stück in den ARKW.
Cerebras Systems, das mit dem Wafer-Scale Engine 3 nach eigenen Angaben den größten kommerziell verfügbaren KI-Prozessor entwickelt, kam im ARKK zur Wochenmitte auf einen Zukauf von 61.417 Aktien und im ARKW auf 17.339 Aktien. Bereits am 13. August hatte Ark Invest rund 106.941 Cerebras-Aktien erworben, die größte Einzeltransaktion des Tages, nachdem das Unternehmen einen Kernumsatz-Rekord von 209,9 Millionen US-Dollar gemeldet und die Umsatzprognose für 2026 auf 880 bis 890 Millionen US-Dollar angehoben hatte. Zudem bezifferte Cerebras den GAAP-Gesamtumsatz für das zweite Quartal 2026 auf 180,1 Millionen US-Dollar, ein Plus von 74 Prozent, bei einem GAAP-Nettoverlust von 450,5 Millionen US-Dollar.
Analysten sehen bei AMD-Aktie weiter Aufwärtspotenzial
Trotz der fortgesetzten Verkäufe durch Ark Invest bewerten Analysten die AMD-Aktie mehrheitlich positiv: Von 32 bei TipRanks erfassten Häusern votieren 26 mit Buy und 6 mit Hold, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 651,32 US-Dollar. Bei Broadcom liegt das durchschnittliche Kursziel von 26 Häusern bei 515,61 US-Dollar, wobei 23 Häuser zum Kauf raten und 3 zum Halten.
Ob Ark Invest die Position in AMD und Palantir weiter reduziert oder die Umschichtung in Richtung KI-Infrastruktur fortsetzt, dürfte sich an den kommenden täglichen Handelsmitteilungen der Investmentgesellschaft ablesen lassen.
Carolin Ludwig, Redaktion finanzen.net
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