Aumann: Jahresziele unter Druck?


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Aumann: Jahresziele unter Druck?

Im Segment Next Automation zieht der Auftragseingang bei Aumann kräftig an, und die Kasse ist weiterhin gut gefüllt. Ob das vor den Neunmonatszahlen genügt, erscheint uns angesichts der aktuellen Geschäftslage fraglich.

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Aktien

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Gemessen am KGV 2026 ist die Aktie von Aumann alles andere als günstig. Werden beim Gewinn/Aktie 0,60 Euro erreicht, liegt das aktuelle KGV auf Basis eines Aktienkurses von 14 Euro bei über 23. Beim Blick auf die üppige Liquiditätsausstattung ändert sich das Bild: Zum 30. Juni verfügte Aumann über liquide Mittel von 143,5 Mio. Euro, womit fast 80 Prozent des Aktienkurses mit Liquidität unterlegt waren. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis lag zum Stichtag 30. Juni bei eins.

Liquidität je Aktie sinkt

Aktuell hat sich die Liquidität jedoch verringert. Nach dem Stichtag 30. Juni folgten der Aktienrückkauf, für den das Unternehmen rund 23 Mio. Euro aufwendete, und die Ausschüttung der Dividende, die sich bei 1,11 Euro je Aktie auf insgesamt 14,3 Mio. Euro summierte. Unter Berücksichtigung des Mittelzuflusses aus dem operativen Geschäft im Q3 dürfte der aktuelle Kassenbestand (per 30.9.) nach unserer Schätzung auf rund 110 Mio. Euro (zuvor: 143,5 Mio. Euro) gesunken sein. Das entspricht einer Liquidität je Aktie von rund 8,50 Euro. Das ist noch immer beachtlich, zeigt aber das grundsätzliche Problem auf: Denn liegen die Kapitalrückzahlungen an die Aktionäre über dem Mittelzufluss, ist die Kasse irgendwann leer.

Wann steigen Umsatz und Ertrag?

Daher wäre es wünschenswert, wenn Aumann zumindest ab 2027 wieder mit steigenden Umsätzen und Gewinnen aufwarten könnte. Dabei ruht die Hoffnung der Investoren auf dem Segment Next Automation. Bereits im ersten Halbjahr 2026 gelang es Aumann, die Markt- und Kundendurchdringung in den Zukunftsmärkten Clean Tech, Aerospace und Life Sciences zu erhöhen, was zu einem Wachstum des Auftragseingangs im Segment um 72 Prozent auf 37,7 Mio. Euro führte.

Fazit

Doch so schön sich der steigende Auftragseingang bei Next Automation liest, die aktuelle Geschäftslage sieht trübe aus. Denn zum Halbjahr 2026 erreichte der Umsatz von Next Automation gerade einmal 23,2 Mio. Euro. Das sind zwar 4,4 Mio. Euro mehr als im vergleichbaren Vorjahreshalbjahr, den Rückgang im Segment E-mobility von 42 Mio. Euro – hier sank der Umsatz auf 47,4 Mio. Euro von zuvor 89,4 Mio. Euro – kann das aber nicht annähernd ausgleichen. Nach einem Umsatzrückgang von fast 35 Prozent und einem Rückgang des Konzernergebnisses um über 42 Prozent zum Halbjahr dürften die Umsatz- und Ertragsziele nach neun Monaten 2026 bestenfalls bestätigt werden. Am 12. November legt Aumann die Zahlen vor. Die Aktie scheint aufgrund der hohen Liquidität nach unten gut abgesichert, Potenzial für größere Kurssprünge sehen wir jedoch erst einmal nicht.

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Erstellung am 13.10.26 um 08:44 Uhr.

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