Südzucker: Biosprit treibt an


SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.


Südzucker: Biosprit treibt an

Mit den Halbjahreszahlen bestätigt Südzucker die Ende September konkretisierte Prognose. Ob die Wette auf steigende Zuckerpreise aufgeht, ist allerdings weniger eindeutig, als es auf den ersten Blick scheint.

Werte in diesem Artikel
Aktien

12.58 EUR 0.26 EUR 2.11 %

Die Halbjahreszahlen 2026/27 (per 31.08) von Südzucker lagen grundsätzlich im Rahmen der Erwartungen. Denn bereits Ende September gab das Unternehmen Einblick in die Vorabzahlen für das zweite Quartal und konkretisierte die Prognose. So soll der Konzernumsatz in einer Bandbreite zwischen 8,3 und 8,7 Mrd. Euro (zuvor: 8,1 bis 8,5 Mrd. Euro) und das operative EBITDA zwischen 540 und 680 Mio. Euro (zuvor: 480 bis 680 Mio. Euro) liegen.

Umsatz runter, EBITDA rauf

In der ersten Jahreshälfte 2026/27 verminderte sich der Umsatz leicht um 0,3 Prozent auf 4,19 Mrd. Euro. Beim Ergebnis sieht die Welt hingegen anders aus: Das EBITDA kletterte um über 60 Prozent auf 303 Mio. Euro und die Marge sprang auf 7,2 Prozent (HJ 2025/26: 4,5 Prozent). Das Nachsteuerergebnis drehte mit 61 Mio. Euro (HJ 2025/26: minus 60 Mio. Euro) ins Plus. Ein Treiber der Entwicklung war die Geschäftssparte für Biosprit, die Tochter CropEnergies. Hier kletterte das EBITDA – getrieben durch stark gestiegene Spritpreise – auf 68 Mio. Euro (HJ 2025/26: 4 Mio. Euro).

Kehrseite der Medaille

Wasser in den Wein goss das Unternehmen jedoch im Segment Zucker. Ungeachtet der deutlichen Verbesserung blieb das EBITDA mit minus 24 Mio. Euro (HJ 2025/26: minus 46 Mio. Euro) weiterhin rot. Dabei verweist das Unternehmen auf nochmals niedrigere Zuckerpreise. Wir vermuten, dass die tendenziell gestiegenen Weltmarktpreise erst mit spürbarer Verzögerung an Kunden weitergegeben werden können.

Fazit

Bei der Spekulation auf steigende Zuckerpreise ist die Gemengelage alles andere als eindeutig. Zwar sollte eine Angebotsverknappung durch schwächere Ernten zu höheren Preisen führen, wie viel davon bei Südzucker ankommt, steht aber auf einem anderen Blatt. Das Unternehmen verweist auf sogenannte Leerkosten wegen der erwarteten Unterauslastung der Kapazitäten. Technisch sieht es ungeachtet des kräftigen Rückschlags vom Jahreshoch bei 13,20 Euro nicht so schlecht aus. Der Aufwärtstrend seit dem Dezembertief bei knapp 9 Euro aus 2025 ist intakt. Dennoch gilt hier zunächst Vorsicht.

Hängt die Ergebniswende bei Südzucker an den Zuckerpreisen, kommt es bei DEWB auf einen ganz anderen Hebel an. Und dieser ist zuletzt spürbar näher gerückt: zum Artikel

Auch bei 2G Energy prägt das Thema Energie den Geschäftsverlauf, allerdings über Kraftwerke statt über Biosprit. Wie weit das inzwischen reicht, hat der jüngste Kapitalmarkttag gezeigt: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.442 Prozent oder 14,0 Prozent p.a. (Stand: 03.10.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

Erstellung am 08.10.26 um 11:36 Uhr.

Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel

SmartCaps-Newsletter – Investieren in Small & Mid Caps

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.