Axel Springer passt Grundsätze an - gegen 'jede Art von Rassismus'


BERLIN (dpa-AFX) - Inmitten der weltweiten Rassismus-Debatte passt der Medienkonzern Axel Springer seine Firmengrundsätze an. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner in einem am Freitag verbreiteten Video auf YouTube an. Die "Essentials" bestehen aus fünf Punkten. Der letzte Punkt wird verändert und heißt künftig: "Wir lehnen politischen und religiösen Extremismus und jede Art von Rassismus und sexueller Diskriminierung ab." Bislang hieß es: "Wir lehnen politischen und religiösen Extremismus ab."

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Damit will der Konzern mit Hauptsitz in Berlin der gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung tragen, sich zugleich aber nicht mit Protestbewegungen gemein machen und als journalistisches Haus unabhängig sein. Vom Konzern hieß es auch: Als modernes und liberales Unternehmen, das für Freiheit als wichtigsten Wert eintrete, drücke die Anpassung eine Selbstverständlichkeit aus: "Wir verurteilen jede Form von Fremdenhass und die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Identität."

Der Konzern mit seinen journalistischen Marken "Bild" und "Welt" wird die Anpassung voraussichtlich im vierten Quartal der Hauptversammlung vorlegen. Die Grundsätze wurden im Jahre 1967 von Axel Springer formuliert und seither immer wieder aktualisiert. Sie sind Teil der Satzung und kommen den Angaben zufolge auch in Verträgen mit Journalisten vor./rin/DP/eas

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