Befesa: Der Auftakt ist gemacht
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Der Recycling-Spezialist Befesa hat das erste Quartal 2026 mit einem Ergebniszuwachs abgeschlossen und dabei bewiesen, dass das Geschäftsmodell auch unter schwierigen Rahmenbedingungen trägt.
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Auf den ersten Blick mag der Umsatzrückgang im Q1 2026 um 7,5 Prozent auf 285 Mio. Euro irritieren. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Der Rückgang ist vor allem dem schwächelnden Aluminiumgeschäft und ungünstigen Wechselkurseffekten geschuldet, nicht einem strukturellen Problem. Das bereinigte EBITDA stieg im Jahresvergleich um knapp 4 Prozent auf 58 Mio. Euro, der Nettogewinn kletterte sogar um 11 Prozent auf 21 Mio. Euro. Dass Befesa trotz Gegenwind die Profitabilität verbessern konnte, spricht für eine konsequente Kostendisziplin und operative Steuerung.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung beim Cashflow. Der operative Cashflow legte um 12 Prozent auf 38 Mio. Euro zu, die Nettoverschuldung sank auf 550 Mio. Euro. Der Verschuldungsgrad verbesserte sich auf den Faktor 2,25, nach 2,78 im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen nähert sich damit seinem selbst gesteckten Ziel eines Verschuldungsgrads unter dem Faktor 2,0 mit erkennbarem Tempo.
USA als Wachstumstreiber
Regional fällt auf, wie stark das US-Geschäft an Dynamik gewinnt. Die amerikanischen Werke verzeichneten im ersten Quartal ein Volumenwachstum von 8 Prozent im Jahresvergleich, gestützt durch neue Lieferverträge für Elektrolichtbogenofen-Stahlstaub und eine robuste Infrastrukturnachfrage. Die Kapazitätsauslastung stieg um 3 Prozentpunkte. In einem Umfeld, in dem Europa eigentlich nur mit Schlagzeilen rund um verhaltener Stahlnachfrage und Lagerabbau auf sich aufmerksam macht, entwickeln sich die USA zum wichtigen Ausgleichsfaktor.
Nochmal Europa: Hier gab es ein gemischtes Bild. Die Kapazitätsauslastung lag bei robusten 89 Prozent, doch der Gesamtkontext bleibt herausfordernd: Die europäische Stahlproduktion ging im ersten Quartal um 3 Prozent zurück. Befesa kompensiert das durch hohe Auslastung der eigenen Anlagen, kann sich dem gesamtwirtschaftlichen Druck aber nicht vollständig entziehen.
Prognose bestätigt, Erwartungen realistisch
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Befesa ein EBITDA zwischen 250 Mio. Euro und 270 Mio. Euro, was einem Anstieg von 3 bis 11 Prozent im Jahresvergleich entspräche. Die Spanne ist bewusst breit gehalten und reflektiert die Unsicherheiten rund um Metallpreise, Energiekosten und das makroökonomische Umfeld. Dass das Unternehmen die Prognose nach einem soliden Quartalsauftakt bestätigt, ist ein positives Signal. Eine Anhebung der Jahresziele wäre zwar wünschenswert gewesen, war angesichts der geopolitischen Lage und der Volatilität der Rohstoffmärkte aber wohl verfrüht.
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Erstellung am 30.04.26 um 14:10 Uhr.
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