Befesa: Neuer Rückenwind für den Recycling-Spezialisten
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.

Eine frische Kaufempfehlung hat die Befesa-Aktie weiter angeschoben und die Erholung der vergangenen Wochen bestätigt. Hinter dem Kurssprung steht allerdings mehr als eine einzelne Analystenstimme.
Werte in diesem Artikel
Befesa im Aufwind. Seit dem Zwischentief Ende Juni hat die Aktie des Recyclers über 18 Prozent hinzugewinnen können. Auf dem Weg konnten alle wesentlichen gleitenden Durchschnitte, sowohl 200- als auch 100- und 50-Tage-Linie, nach oben durchbrochen werden. Nun liefert das Analystenhaus Stifel neue Nahrung für die Aufwärtsdynamik. Mit einem Kursziel von 40 Euro sieht Stifel noch rund 15 Prozent Luft nach oben.
Aus Abfall wird Rohstoff
Befesa verdient sein Geld mit einem Nischenmodell, das industrielle Notwendigkeit mit Umweltauflagen verbindet. Aus Stahlstaub, der in Elektrostahlwerken anfällt, gewinnt das Unternehmen zinkhaltige Konzentrate, aus aluminiumhaltigen Reststoffen entstehen neue Gusslegierungen.
Weil in der Stahl- und Aluminiumproduktion laufend solche Reststoffe entstehen, verfügt Befesa über wiederkehrende Materialströme und damit über eine gewisse Planungssicherheit bei der Auslastung seiner Anlagen. Der strukturelle Trend zu Kreislaufwirtschaft und strengeren Entsorgungsvorschriften spielt dem Konzern dabei zusätzlich in die Karten.
Fundamental: Ergebnis wächst trotz Umsatzrückgang
Die Zahlen für 2025 zeigen, warum der Markt wieder genauer hinschaut. Zwar sank der Umsatz um 4,6 Prozent, das bereinigte EBITDA kletterte jedoch um 13,8 Prozent auf 242,8 Mio. Euro. Der Überschuss legte um fast 60 Prozent auf 80,5 Mio. Euro zu. Parallel sank die Netto-Verschuldung um knapp 11 Prozent auf 552 Mio. Euro, der Verschuldungsgrad verbesserte sich auf das 2,27-fache des EBITDA.
Für 2026 stellt das Management ein bereinigtes EBITDA von 250 bis 270 Mio. Euro in Aussicht, ein Plus von drei bis elf Prozent, getragen von höheren Stahlstaubvolumina in den USA und einer erwarteten Erholung im Sekundäraluminium. Der Konzern spricht selbst von einem neuen Zyklus mit geringerer Kapitalintensität und hohen Erträgen.
Ein Wermutstropfen bleibt der Zinkschmelzlohn, den Zinkhütten von ihren Zahlungen für die Lieferungen von Befesa abziehen und der 2025 mit historisch niedrigen 80 US-Dollar je Tonne die Marge stützte und für 2026 auf 85 US-Dollar festgezurrt wurde. Steigt diese Gebühr künftig stärker, drückt das auf die Erlöse aus dem Weiterverkauf der Zinkvorprodukte. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis um 13 und einer Rendite von knapp drei Prozent ist die Aktie dennoch nicht überteuert.
Starkes Setup
Insofern steht die Kurserholung auf einer soliden fundamentalen Basis: wachsende Erträge, sinkende Schulden, eine erhöhte Dividende und eine moderate Bewertung liefern den Rahmen. Charttechnisch stützt der Rückgewinn aller wichtigen Linien die positive Lesart. Einzig Vorsicht gebietet die rasche Aufwärtsbewegung, die kurzfristig zu Gewinnmitnahmen führen könnte. Neu-Anleger sollten hier vorrangig auf einen moderaten Rücksetzer auf die 50-Tage-Linie spekulieren und dann erst einsteigen.
Noch im Konsolidierungsmodus ist hingegen die Aktie von Pentixapharm. Warum das so ist und sich bald ändern könnte, erfahren sie hier: zum Artikel
Wer von der wachsenden Bedeutung der KI-Steuerung für das Anlagemanagement profitieren will, kann dafür einen Blick auf die Aktie von LAIQON werfen, denn das Unternehmen besitzt hier eine hohe Kompetenz und treibt das Wachstum aktuell mit großen Partnern voran: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.520 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 11.07.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 15.07.26 um 13:28 Uhr.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel