Belavia bekommt durch Gambia-Trick drei Boeing 737, die einst in der Ukraine flogen
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Drei Boeing 737-800 am Flughafen Minsk: Die Flugzeuge flogen zuvor für Sky Up Airlines. Авиация Беларуси/Screenshot Drei Boeing 737-800 sind über Dubai nach Minsk überführt worden. Die Flugzeuge sind potenziell für Belavia bestimmt. Die Mittelstreckenjets waren zuvor ausgerechnet bei der ukrainischen Sky Up Airlines im Einsatz.Die Ukraine und Belarus teilen sich eine 1084 Kilometer lange Grenze. Politisch stehen die beiden Nachbarn aber auf völlig unterschiedlichen Seiten. Während die Ukraine in Richtung EU strebt, steht Belarus' Machthaber fest an der Seite Moskaus: Präsident Alexander Lukaschenko hat Russland den Angriff auf die Ukraine 2022 ermöglicht und unterstützt. Die Ukraine betrachtet Belarus daher als Komplizen des russischen Angriffskrieges.Die Unterstützung Lukaschenkos für den Angriff auf die Ukraine muss das Land teuer bezahlen: Die westlichen Sanktionen gegen Belarus wurden seit 2021 von der EU, den USA, Kanada und Großbritannien schrittweise ausgeweitet. Unter anderem ist die Einfuhr westlicher Flugzeuge und Flugzeugteile verboten. Trotzdem schaffen es immer wieder Flugzeuge über Drittländer ins Land, wie im vergangenen Sommer drei Airbus A330.Boeing 737 kommen wieder mit gambischer RegistrierungBelarus' Verkehrsminister Alexei Lyakhnovich verkündete im November 2025, dass Belavia, die staatliche Airline des Landes, drei bis fünf zusätzliche Flugzeuge erhalten soll. Und dieser Ankündigung sind nach Informationen des Portals Skyliner Aviation nun Taten gefolgt: Drei Boeing 737-800 haben zuletzt neue Registrierungen in Gambia erhalten und sind anschließend nach Minsk überführt worden, wie Fotos in sozialen Medien zeigen.Das Ironische daran: Die drei Flugzeuge standen zuvor ausgerechnet bei der ukrainischen Sky Up Airlines sowie deren maltesischem Ableger Sky Up Europe im Einsatz, konkret die Jets mit den Kennungen UR-SQB, UR-SQF und 9H-SAV. Alle drei Boeing 737 hatte Skyup von 2018 bis Anfang 2026 von der Boeing Capital Corporation geleast. Nach dem Ausscheiden aus der Flotte wurden die Jets am Flughafen Dubai World Central geparkt, wo sie gambische Registrierungen erhielten und Anfang Juni nach Minsk überführt wurden.Gambia unterliegt keinen westlichen SanktionenDieses Vorgehen ist für Belavia fast schon bewährt: Auch die drei Airbus A330-200 hatten im vergangenen Sommer diesen Weg genommen. Gambia unterliegt keinen westlichen Sanktionen und hat sich nicht verpflichtet, diese einzuhalten. Die gambischen Registrierungen behielten die drei Langstreckenjets allerdings nur kurze Zeit, nach wenigen Monaten wurden die Flugzeuge ins Luftfahrtregister von Belarus aufgenommen. Es ist davon auszugehen, dass auch die drei Boeing 737-800 bald mit Kennungen des Landes fliegen werden.Von der Breaking News bis zur Hintergrundanalyse: Unser Team begleitet die Luftfahrt mit Erfahrung und Leidenschaft. Unterstützen Sie unabhängigen Qualitätsjournalismus – für weniger als einen Cappuccino im Monat. Jetzt hier klicken und abonnierenWeiter zum vollständigen Artikel bei aeroTELEGRAPH
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Quelle: aeroTELEGRAPH
