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Aktien von NVIDIA, Alphabet, Meta & Co. im Blick: Warum Bernstein jetzt das Ende der KI-Panik sieht


Aktien von NVIDIA, Alphabet, Meta & Co. im Blick: Warum Bernstein jetzt das Ende der KI-Panik sieht

Nach dem KI-Hype hat sich die Stimmung zuletzt verschlechtert. Doch laut Analysten von Bernstein Research könnten US-Internetaktien allmählich einen Bewertungsboden finden.

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Aktien

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• Bernstein: Bewertungsanpassung im US-Internetsektor größtenteils vorbei
• Ertragskraft der Internetunternehmen ist intakt
• Disruptive KI-Anwendungen erreichen noch nicht den Verbraucherbereich

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An den Märkten mischt sich unter die Euphorie über Künstliche Intelligenz zunehmend Nervosität. Hierfür gibt es insbesondere zwei Gründe.

Zum einen blicken Investoren mit wachsender Sorge auf die immensen Kapitalsummen, die für den Aufbau der benötigten KI-Infrastruktur aufgewendet werden müssen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete Anfang Februar über Ausgaben von rund 600 Milliarden US-Dollar im KI-Bereich, die große Technologiekonzerne für 2026 erwarten. Angesichts solcher immensen Investitionsausgaben bei den Hyperscalern wie Alphabet, Amazon und Meta richtet sich der Anlegerfokus inzwischen verstärkt auf Profitabilität und Return-on-Investment.

Zum anderen haben neue, sehr leistungsfähige KI-Modelle und Agenten-Tools - insbesondere von Anthropic - Sorgen über eine Disruption im Software- und Internetsektor durch Künstliche Intelligenz ausgelöst. So hat Anthropic jüngst fortgeschrittene KI-Modelle und Agent-Funktionen veröffentlicht, die komplexe Aufgaben automatisieren können. Diese Entwicklung ließ Investoren befürchten, dass KI-Agenten viele klassische Softwarefunktionen direkt übernehmen und sogar bestehende Internetplattformen grundlegend verdrängen könnten.

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Diese Sorgen haben zu einer Abwertung vieler Internetaktien geführt. Aber auch die Aktien des Chipdesigers NVIDIA - das Aushängeschild des KI-Hypes - gerieten unter Druck. Der US-Konzern spielt eine Schlüsselrolle im globalen KI-Ökosystem, weil seine Grafikprozessoren (GPUs) als Standardhardware für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle gelten. Die Hochleistungschips des Unternehmens werden in Rechenzentren weltweit eingesetzt und bilden die technische Grundlage für Anwendungen wie generative KI, Cloud-Dienste und autonome Systeme. Somit ist der Erfolg des Unternehmens eng mit der Fortsetzung des KI-Booms verknüpft.

Bernstein: Vernünftige Bewertungsniveaus erreicht

Inzwischen gehen die Analysten von Bernstein Research laut Investing.com aber davon aus, dass bei den Bewertungen bereits extreme Negativszenarien - etwa eine vollständige Verdrängung durch KI - eingepreist sind. Nach Ansicht der Analysten sind die GAAP-Kurs-Gewinn-Verhältnisse (P/E) inzwischen wieder auf ein "vernünftiges" Niveau zurückgekehrt.

Hierfür spreche auch die tatsächliche finanzielle Stärke der großen Internetunternehmen. So argumentieren die Analysten, der Markt unterschätze derzeit die Robustheit der Gewinne etablierter Internetfirmen, die trotz pessimistischer Erwartungen weiterhin stabil geblieben seien.

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Konkurrenz geringer als befürchtet?

Zudem weisen die Bernstein-Experten darauf hin, dass sich führende KI-Labore derzeit stärker auf unternehmensnahe Anwendungen statt auf den direkten Ersatz von Konsumentenplattformen konzentrieren. Die Einführung disruptiver KI-Anwendungen im Verbraucherbereich dürfte also noch mehr Zeit benötigen. In dieser Übergangsphase hätten etablierte Internetplattformen die Möglichkeit, selbst generative KI-Funktionen zu integrieren, ohne sofort Marktanteile zu verlieren, hieß es weiter.

Wer ist anfällig für KI-Disruption?

Bereits im Februar hatte Investing.com über eine Methode der Bernstein-Analysten berichtet, mittels derer beurteilt werden kann, welche Softwarefirmen besonders anfällig für KI-Disruption sind. Dabei wurden zwei zentrale Faktoren hervorgehoben, die Unternehmen besonders widerstandsfähig machen.

Der erste Faktor sei die sogenannte "Automatisierbarkeit", also die Frage, ob der Kernwert eines Unternehmens durch KI vollständig automatisiert werden kann. Beruhe der Wert eines Produkts beispielsweise auf proprietären Daten, komplexen Arbeitsabläufen und tiefen Integrationen in Unternehmenssysteme, dann lasse es sich nur schwer durch generische KI-Modellen ersetzen. Der zweite wichtige Faktor sei die Schwierigkeit, ein bestehendes Softwareprodukt zu ersetzen. Eine hohe Verteidigungsfähigkeit bestehe etwa bei hohen Wechselkosten für Kunden, einer starken Integration in Unternehmensprozesse, einem großen Ökosystem sowie starken Marken- oder Community-Effekten.

Annäherung an Bewertungsboden

Bei Bernstein Research glaubt man, dass US-Internetaktien zwar einen klaren Bewertungsboden noch nicht endgültig erreicht haben, jedoch könnte sich der langfristige Abwertungstrend seinem Ende nähern. Für eine nachhaltige Erholung des Sektors müsse sich aber das Narrativ ändern: So müsse sich der Anlegerfokus weg von den hohen Kosten der KI-Entwicklung hin zu den konkreten Effizienz- und Margenvorteilen der Internetunternehmen verschieben.

Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Konstantin Savusia / Shutterstock.com, mundissima / Shutterstock.com

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