Bilfinger: Wann löst sich der Stau auf?

11.06.26 12:47 Uhr

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Die Bilfinger-Aktie ist zuletzt kräftig unter die Räder gekommen. Zwar gibt es für Infrastrukturdienstleistungen einen hohen Bedarf, doch noch fehlen die Aufträge.

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In Reutlingen ist es in der Nacht von Sonntag auf Montag zu einem Stromausfall gekommen. Das klingt zunächst unspektakulär. Ursache hierfür soll jedoch Brandstiftung in einem Umspannwerk gewesen sein. Das wiederum weckt Erinnerungen an den Stromausfall in Berlin: Auch hier war ein Anschlag Ursache für den tagelangen Blackout. Was beide Fälle eint, ist die Tatsache, dass kritische Infrastrukturen in Deutschland offensichtlich nicht gut genug geschützt sind.

Handlungsstärke ist gefragt

Der Schutz für kritische Infrastrukturen beginnt schon beim Bau. Doch selbst, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, gibt es in Deutschland mit dem Infrastrukturdienstleister Bilfinger einen geeigneten Kandidaten, um marode oder schlecht gesicherte Anlagen wieder auf Vordermann zu bringen. Das Potenzial ist deutschlandweit enorm. Einziger Haken: Es muss meist vom Bund oder vom Land beauftragt werden. Und das kann dauern.

Zaudern und Zögern

Die Q1-Zahlen von Bilfinger deuteten bereits an, woran es aktuell krankt: Die schlechte Witterung und eine schwächere Nachfrage aus Europa belasteten das Geschäft. Investitionen wurden vor dem Hintergrund hoher Energiepreise durch den Krieg am Golf noch aufgeschoben. Aufträge aus dem Sondervermögen des Bundes, das unter anderem in die Infrastruktur fließen sollte, sind ebenfalls noch Mangelware.

Fazit

Das Potenzial für Bau- und Infrastrukturdienstleistungen ist fraglos vorhanden – es muss sich aber erst noch in Form von Aufträgen für Bilfinger bezahlt machen. Ein Frieden in Nahost und damit einhergehend niedrigere Energiepreise würden helfen, die europaweite Auftragsvergabe anzukurbeln. Außerdem spekulieren die Mannheimer darauf, Aufträge für im Golfkrieg zerstörte Infrastruktur zu erhalten. Technisch hat die Aktie an der Unterstützungsmarke von knapp 80 Euro im Dreijahreschart einen zaghaften Halt gefunden. Sie befindet sich aber noch im Abwärtstrend. Die nächsten Tage werden somit zeigen, ob die Unterstützung stabil genug ist oder ob sogar noch einmal die Region um 73 Euro angesteuert wird.

Eher nach oben gerichtet ist der Trend bei der Masterflex-Aktie. Und der Newsflow könnte nun für weiteren Rückenwind sorgen. Auf der Hauptversammlung konnte der Vorstand nämlich über Fortschritte bei den großen Projekten berichten, die ab 2027 einen kräftigen Wachstumsschub ermöglichen sollen: zum Artikel

Eine starke Dynamik gibt es derzeit bei der 2G Energy AG. Fundamental verzeichnet das Unternehmen einen kräftigen Auftragsboom, was der Aktie in den letzten drei Monaten ein Plus von rund zwei Dritteln beschert hat. Zugleich sieht der Titel auch charttechnisch interessant aus: zum Artikel

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Erstellung am 11.6.26 um 12:22 Uhr.

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