BND will aus Russland-Spionageaffäre Konsequenzen ziehen


BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesnachrichtendienst (BND) will Konsequenzen aus der Affäre um einen Mitarbeiter ziehen, der Staatsgeheimnisse an Moskau verraten haben soll. Die interne Revision des deutschen Auslandsgeheimdienstes werde relevante dienstliche Zusammenhänge überprüfen und aufarbeiten, um für die Zukunft aus dem Fall zu lernen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag in Berlin. Man werde auch einen selbstkritischen Blick auf Elemente der Eigensicherung werfen, soll die BND-Spitze angekündigt haben.

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Auf Anfrage teilte ein Sprecher mit, der BND werde sich im laufenden Verfahren weiterhin nicht äußern. Er verwies auf die ermittelnde Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe.

Nach den dpa-Informationen geht es auch um das Verhalten einzelner BND-Mitarbeiter, die vom Hauptverdächtigen Carsten L. dazu gebracht worden sein sollen, ihn in unterschiedlicher Weise zu unterstützen. Die BND-Leitung habe in diesem Zusammenhang angekündigt, möglichen Dienstpflichtverletzungen konsequent nachzugehen. Nach aktuellem Ermittlungsstand sollen jene BND-Mitarbeiter, die Carsten L. halfen, nichts von dessen Absicht gewusst haben, für Russland zu spionieren.

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