Böller und Raketen beliebt - Importe bis September gestiegen


WIESBADEN (dpa-AFX) - Ungeachtet aller Debatten um Feuerwerksverbote sind Böller und Raketen in Deutschland beliebt. Von Januar bis September wurden 30 700 Tonnen Feuerwerkskörper im Wert von 75,6 Millionen Euro importiert, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Das seien drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wie schon in den Vorjahren kamen fast alle Feuerwerkskörper aus China.

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Um Menschenmengen in der Corona-Pandemie zu vermeiden und Krankenhäuser zu entlasten, schränkt die Bundesregierung das Silvesterfeuerwerk dieses Jahr ein. Das Böllern und Abschießen von Raketen auf belebten Plätzen und Straßen wird untersagt und grundsätzlich empfohlen, auf Feuerwerk zu verzichten. Das dürfte das Geschäft im Schlussquartal trüben.

Schon im vergangenen Jahr hatte es Debatten um den Verzicht auf Feuerwerk gegeben, damals allerdings angesichts des Klimawandels und erhöhter Feinstaubbelastung in den Innenstädten. Teils gab es lokale Feuerwerksverbote. Im gesamten Jahr 2019 waren fast 42 200 Tonnen Feuerwerkskörper im Wert von 108,4 Millionen Euro nach Deutschland importiert worden, errechneten die Wiesbadener Statistiker. Das waren knapp 5 200 Tonnen weniger als im Vorjahr (-11 Prozent). 2018 hatte die Importmenge einen Rekordwert von fast 47 400 Tonnen erreicht./als/DP/eas

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