Brenntag: Alles schon eingepreist?
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Die Brenntag-Aktie scheint ungeachtet der verbesserten Stimmung in der Chemie-Industrie ausgereizt. Die Ruhe könnte jedoch trügerisch sein – im positiven Sinne.
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Nach dem ifo-Institut in der vergangenen Woche legte heute der Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) nach und nannte explizit den Nahost-Konflikt als Treiber für die deutsche Chemie-Industrie. Demzufolge soll der Umsatz im zweiten Quartal erstmals seit drei Jahren wieder gestiegen sein – und zwar um satte 7,3 Prozent.
Kein neues Szenario
Dass die Entwicklung am Golf Öl, ölnahe Produkte und diverse Chemikalien verteuert, ist nicht neu. Durch die anhaltende Krise leiden aber besonders die Wettbewerber aus Asien und dem Nahen Osten unter den Problemen in den Lieferketten vor Ort. Hinzu kommt, dass Abnehmer aus Furcht vor einer weiteren Verknappung die Lagerbestände sukzessive erhöhen.
Technisch unverändert interessant
Wenngleich die Brenntag-Aktie eine Verschnaufpause eingelegt hat, bleibt die Charttechnik weiter positiv. Der mittelfristige und recht dynamische Aufwärtstrend, gemessen am Jahrestief von gut 44 Euro Anfang März über die Marke von rund 53 Euro Anfang Juli, ist intakt. Die Trendlinie liegt aktuell bei gut 58 Euro. Hinzu kommt, dass das Papier bei 60/61 Euro gut unterstützt ist.
Fazit
Ohne neue Impulse könnte es technisch in den nächsten ein bis zwei Wochen zu einer Seitwärtsbewegung zwischen 60 und 63 Euro kommen. Sobald diese Seitwärtsbewegung auf die Aufwärtstrendlinie trifft, dürfte dies dem Papier wieder neuen Schwung verleihen. Hinzu kommt, dass die Krise am Golf nun schon seit einem halben Jahr andauert und sich die positiven Effekte noch stärker in den Geschäftszahlen niederschlagen könnten. Das spricht dann sogar für eine erneute Zielanhebung. Investierte Anleger sollten aufgrund des erfreulichen Chance-Risiko-Profils geduldig bleiben.
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Erstellung am 03.09.26 um 11:25 Uhr.
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