Ströer: Zerplatzte Träume und ein Lichtblick


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Ströer: Zerplatzte Träume und ein Lichtblick

Die Übernahmespekulationen um den Werbedienstleister Ströer sind offenbar geplatzt. Dafür untermauern starke Branchendaten die operative Story.

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Eigentlich sah bei Deutschlands führendem Werbevermarkter alles nach einer spannenden und letztlich aufgehenden Übernahmespekulation aus. Schon länger gab es Gerüchte im Markt, dass ein Konsortium internationaler Investoren Ströer insgesamt oder zumindest das Kerngeschäft der Außenwerbung kaufen wolle. Ende Juli berichtete das „Manager Magazin“ dann, dass sich eine Gruppe von Finanzinvestoren um I Squared Capital und InfraVia Capital Partners mit den Großaktionären von Ströer, Udo Müller und Dirk Ströer, grundsätzlich auf eine mehrheitliche Übernahme geeinigt habe.

Gerüchte zerplatzt

Nun aber das: Wie Bloomberg kürzlich berichtete, hat die Investorengruppe ihre Avancen überraschend beendet. Und das, obwohl zuletzt nicht einmal mehr die lange kolportierten Übernahmepreise von 3 Mrd. Euro und mehr im Raum standen, sondern „nur noch“ etwa 2,5 Mrd. Euro oder 45 Euro je Aktie. Gründe für den Rückzieher seien gewesen, dass schlicht nicht genug Co-Investoren für den Deal gefunden wurden, sowie auch Sorgen um den Zustand der deutschen Konjunktur.

Ermutigende Branchennews

Zumindest die Konjunktursorgen relativieren sich allerdings durch eine ebenfalls aktuelle Meldung erheblich. Nicht nur, dass sich der deutsche Außenwerbemarkt im ersten Halbjahr 2026 mit einem Plus von 5,9 Prozent dynamisch entwickelt hat. Darüber hinaus berichtete der französische Werbedienstleister Displayce in einer Branchenstudie, dass es in der DACH-Region bei der programmatischen Ausspielung digitaler Außerhauswerbung (DOOH) von Januar bis Juli einen explosiven Anstieg der Kampagnenzahl und der Impressions von über 130 Prozent gab. Und Ströer als Marktführer in Deutschland zählte dabei zu den Anbietern, auf die die höchsten Werbeausgaben entfielen.

Operativer Bewertungsfokus

Der wichtigste Wachstums- und Margentreiber von Ströer, die Transformation von analoger auf digitale Außenwerbung, erscheint damit voll intakt und dürfte, nachdem sich die Übernahmegerüchte offenbar erledigt haben, nunmehr auch wieder als maßgeblicher Bewertungsfaktor herangezogen werden. Und das birgt durchaus Potenzial, denn nach einer operativen Durststrecke im letzten Jahr wird die Ströer-Aktie aktuell nur noch mit einem KGV für 2026 von rund 12 bewertet. Sollte die sich nun abzeichnende Dynamisierung des Kerngeschäfts verfestigen, könnte die Aktie demnach ein erhebliches Potenzial entfalten.

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Erstellung am 03.09.26 um 10:42 Uhr.

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