Bund fördert Corona-Medikamentenforschung mit 50 Millionen Euro
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BERLIN (Dow Jones)--Der Bund unterstützt die Erforschung von Medikamenten gegen das Coronavirus mit rund 50 Millionen Euro. Ein Expertengremium habe dazu die Förderung von acht Vorhaben vorgeschlagen, darunter eines des Leverkusener Pharmakonzerns Bayer, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) in Berlin. Die abschließende Entscheidung für die ausgewählten Arzneimittel soll bereits in den nächsten Wochen ergehen, so dass die Förderung "zügig starten" könne. Dann steht auch die genaue Förderhöhe fest.
Die ausgewählten Medikamenten-Kandidaten haben bereits wichtige vorklinische Studien abgeschlossen. Nun soll die Erprobung in den ersten zwei von drei klinischen Phasen unterstützt werden. Bereits am Ende der sogenannten 2B-Phase wäre eine vorläufige Zulassung möglich, sagte Karliczek und betonte, dass es sich um "sehr vielversprechende" Projekte handle. Zugleich dämpfte die CDU-Politikerin die Erwartungen der Bevölkerung. Medikamentenentwicklung dauere mitunter Jahre und Jahrzehnte. Auch werde es "nicht die eine Wunderpille gegen Covid-19 geben", sondern unterschiedliche Therapien.
Das Bundesforschungsministerium hatte bereits Anfang März 2020 eine erste Förderinitiative gestartet. Für die jetzige Runde ist nun noch eine zweite Einreichungsfrist bis zum Sommer dieses Jahres geplant, damit weitere Unternehmen profitieren können. Außerdem arbeitet das Ressort auch mit dem Gesundheitsministerium von Jens Spahn (CDU) an einer weiteren Förderung für Forschungsprojekte, die sich bereits in einem weitergehenden Entwicklungsstadium befinden.
Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com
DJG/pso/jhe
(END) Dow Jones Newswires
April 15, 2021 05:24 ET (09:24 GMT)
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