Carl Zeiss Meditec: Gelingt der Ausbruch?
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Carl Zeiss Meditec zeigt interessante Erholungssignale. Ob diese fundamental unterstützt werden, wird sich aber erst noch zeigen müssen.
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Schaut man sich die bisherige Jahresbilanz beim Medizintechnik-Spezialisten Carl Zeiss Meditec an, dann kommt man ganz schnell zum Votum: Bislang war es ein Jahr zum Abhaken. Insbesondere im Januar musste die Aktie deutlich Federn lassen, nachdem Goldman Sachs den Wert einerseits von „Kaufen“ auf „Neutral“ abgestuft hatte, andererseits das Kursziel von 54 Euro auf 42 Euro senkte.
An dieser Stelle muss man sicherlich nicht darüber diskutieren, dass das damals mehr oder weniger dem aktuellen Kursniveau entsprach. Die Reaktion der Börse war auf jeden Fall eindeutig: Die Aktie wurde in den Bereich von 30 Euro und dann später noch weitaus tiefer durchgereicht.
Analysten schwenken um
In den folgenden Monaten versuchte Carl Zeiss Meditec eine Stabilisierung, die allerdings nur sehr bedingt gelang. Erst ab April zeigte sich sowas wie ein erster Lichtblick, nachdem ausgerechnet Goldman Sachs, die ja für den Kurssturz zum Jahresbeginn verantwortlich waren, sich verhalten optimistisch zeigte. Damals wurden dies mit der Aussicht auf Kosteneinsparungen und einem stimmigeren Konzernportfolio begründet.
Doch erst seit Ende Juni zeigt die Aktie eine wesentlich erfreulichere Aufwärtsdynamik, was auch im Zusammenhang zu sehen sein könnte, dass der Großaktionär Carl Zeiss seine Beteiligung erklärtermaßen aufstocken wollte. Als Zeitraum wurden hier Aktienkäufe bis Ende Februar 2027 in Aussicht gestellt. Carl Zeiss hält derzeit rund 59 Prozent an Carl Zeiss Meditec.
Aber auch die Analysten zeigen sich inzwischen wieder etwas optimistischer. So hatte das Bankhaus Metzler aktuell seine Kurszielvorgabe von 42 Euro bestätigt. Begründet wurde dies mit sich verdichtenden Erholungssignalen, insbesondere auch als Ergebnis des Restrukturierungsprogramms „Profitup“.
Weitere Herausforderungen
Letztlich ist jetzt die Charttechnik entscheidend. Carl Zeiss Meditec hat ein Niveau erreicht, das zuletzt Mitte Mai gesehen wurde. Auf dem Weg dorthin konnte man die 50- und 100-Tage-Linie überwinden. Die 200-Tage-Linie als nächste Widerstandszone liegt derzeit bei rund 33,22 Euro. Mit dem ausgegebenen Kursziel von rund 42 Euro hätte diese Aktie ein Potenzial von rund 45 Prozent. Das ist schon eine kräftige Ansage, allerdings gilt immer noch die Fragestellung, ob das Restrukturierungsprogramm tatsächlich die Ergebnisse liefern kann, die es bringen soll.
Immerhin: Ganz generell wird der Medizintechnik-Sektor inzwischen als einer der Sektoren klassifiziert, die erhebliches Nachholpotenzial haben. Wenn die Korrektur bei Werten rund um das KI-Thema tatsächlich weitergehen sollte, könnten auch Werte wie Carl Zeiss Meditec wiederentdeckt werden. Anleger sollten das entsprechend im Fokus behalten. Käufe würden allerdings wohl erst oberhalb der 200-Tage-Linie sinnvoll sein.
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Erstellung am 08.07.26 um 12:51 Uhr.
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