Commerzbank-CEO: Unicredit-Annahmen halten Überprüfung nicht stand
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DOW JONES--Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat ihre Kritik an den Restrukturierungsvorschlägen von Unicredit erneuert. "Die Behauptungen und Annahmen von Unicredit halten eine Überprüfung nicht stand", sagte sie in einer Telefonkonferenz. Unicredit habe "mit irreführenden Darstellungen gearbeitet, um die Commerzbank zu diskreditieren und unsere Bewertung nach unten zu drücken".
Sie ging unter anderem auf die von Unicredit vorgeschlagenen Sparmaßnahmen ein. "Das behauptete Kostensenkungspotenzial von 1,3 Milliarden Euro bis 2028 ist extrem aggressiv und mit entsprechenden Umsetzungsrisiken verbunden", sagte die Managerin. "Und der negative Ertragseffekt würde unserer Einschätzung nach deutlich über 1 Milliarde Euro liegen." Sie warf Unicredit einen fehlenden Realitätsbezug vor.
Laut einer von der Commerzbank veröffentlichten Präsentation erforderten die Annahmen von Unicredit einen Abbau von 7.000 Vollzeitkräften bei der Frankfurter Bank, was das Deutschland-Geschäft erheblich beeinträchtigen würde. Die Commerzbank hat am Morgen den Abbau von brutto 3.000 Stellen angekündigt.
Dem Plan von Unicredit fehle überdies der notwendige Wille, "unser Geschäftsmodell angemessen zu würdigen und abzubilden", fügte Orlopp in der Telefonkonferenz hinzu. Man habe Unicredit in zahlreichen Gesprächen die Möglichkeit gegeben, Fragen zum Geschäftsmodell zu beantworten. "Wenn man es mit einem Gegenüber zu tun hat, das von vornherein klarstellt, dass es seine Schablone nicht anpassen wird, um eine gemeinsame Basis zu finden, welchen Mehrwert haben dann vertiefende Analysen oder Workshops?", so Orlopp. Die Commerzbank werde von der Unicredit massiv unterbewertet.
Die Commerzbank wird in der kommenden Woche eine begründete Stellungnahme zu der am Dienstag veröffentlichten Angebotsunterlage der Unicredit herausgeben.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/mgo/hab
(END) Dow Jones Newswires
May 08, 2026 05:46 ET (09:46 GMT)
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