Ölpreise im Fokus: DAX setzt sich nach US-Inflationsdaten über 25.000er-Marke fest
Nachdem der DAX am Montag die geopolitischen Sorgen abschütteln konnte, zeigte sich der Dienstagshandel volatil. Die Lage im Iran-Krieg und US-Inflationsdaten wurden zur Maßgabe für den deutschen Leitindex.
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Der weiter eskalierende Nahost-Konflikt hat den DAX am Montag weitgehend kaltgelassen. Am Dienstag ging es jedoch zunächst um 0,71 Prozent auf 24.936,60 Zähler südwärts. Im Handelsverlauf blieb die 25.000er-Marke für das Börsenbarometer umkämpft. Mit dem Start der Wall Street konnte das Börsenbarometer die Verluste eingrenzen und letztlich mit einem Gewinn von 0,13 Prozent bei 25.147,03 Punkten in den Feierabend gehen.
US-Inflation besser als erwartet
Etwas Schwung kam am Nachmittag von Konjunkturseite. Die Inflation in den USA ist im Juni stärker gesunken als erwartet. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 3,5 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Im Mai hatte die Inflationsrate noch bei 4,2 Prozent gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang der Rate auf 3,8 Prozent gerechnet.
Umfeld leicht angeschlagen
Der DAX begab sich am Dienstag zunächst in ein spürbar verhaltenes Marktumfeld. Belastet wurde die Stimmung durch die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, wo nach neuen militärischen Entwicklungen am Persischen Golf die Ölpreise anzogen. Der Preis für das schwarze Gold war zuletzt auf den höchsten Stand seit einem Monat gestiegen und drückte am Dienstag auf die Kurse am deutschen Aktienmarkt. Die Ankündigung einer Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen ansteuernde Schiffe und einer Gebühr für die sichere Durchfahrt der Meerenge von Hormus durch US-Präsident Donald Trump trieb den Brent-Ölpreis über Nacht auf rund 85 US-Dollar nach oben.
Straße von Hormus: Trump rückt von Gebührenidee wieder ab
Nur einen Tag nach der Ankündigung der Gebühr rückt Trump wieder von seiner Idee ab. Nach "äußerst produktiven Gesprächen" mit nicht namentlich genannten Vertretern von Staaten im Nahen Osten wolle er stattdessen Investitionen von Golfstaaten in den USA vorantreiben, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Geopolitik bleibt im Fokus
Die Finanzmärkte seien zuletzt von der Einschätzung "fragiler Arbeitsbeziehungen" zwischen den USA und dem Iran zu einer "heiklen Konfrontation mit wenig Aussichten auf einen Kompromiss" umgeschwenkt, schrieb Marktexperte Stephen Innes. Der Ölpreis preise folglich eine geopolitische Risikoprämie ein.
DAX-Rekordlauf vorerst abgebrochen
Bis zum Wochenbeginn am vergangenen Montag hatte der deutsche Leitindex an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen immer neue Rekordstände markiert. Das aktuelle Allzeithoch stammt vom 6. Juli und liegt bei 25.900,10 Indexpunkten. Mit dem Schlusskurs vom selben Tag von 25.817,89 Zählern ging der DAX auch auf dem höchsten Stand aller Zeiten in den Feierabend.
Claudia Stephan, Melanie Schürmann, Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag, Julian Mezger für Finanzen Verlag
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