Softwarekonzern im Blick

Trotz Kaufempfehlung: Warum die SAP-Aktie am Dienstag weiter unter Druck gerät


Trotz Kaufempfehlung: Warum die SAP-Aktie am Dienstag weiter unter Druck gerät

Die SAP-Aktie setzt ihre Schwächephase fort. Neben einer deutlichen Kurszielsenkung durch die UBS belasten auch die Stimmung im Technologiesektor und externe Faktoren den Softwarekonzern. Das müssen Anleger jetzt wissen.

  • SAP-Aktie erneut unter Druck
  • UBS senkt Kursziel auf 164 Euro, Einstufung bleibt "Buy"
  • Oracle-Ankündigung und Iran-Konflikt belasten Softwarewerte zusätzlich
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Für Anleger des Softwareriesen SAP verläuft der Dienstagshandel einmal mehr alles andere als erfolgreich: Die Aktie verliert im XETRA-Handel zeitweise 5,96 Prozent auf 132,34 Euro. Damit setzt sich ein Abwärtstrend fort, der bereits in der Vorwoche eingesetzt hatte und mehrere, teils unabhängige Ursachen hat.

Die UBS-Analyse im Detail

UBS-Analyst Michael Briest hatte zuvor das Kursziel für SAP von 205 auf 164 Euro gesenkt, beließ die Einstufung aber auf "Buy". Als Begründung nannte er die Komplexität von SAPs Unternehmenssoftware-Systemen (ERP), die für die Umsetzung der KI-Strategie sowohl Vorteil als auch Herausforderung sei. Die Kürzung des Kursziels erfolgte laut Briest vor allem aus Bewertungsgründen. Der Marktdurchschnitt der erfassten Analystenziele liegt derzeit bei rund 200 Euro, deutlich über dem aktuellen Kurs, wobei die Einzelziele von 175 Euro (JPMorgan, Hold) bis 276 Euro (Bernstein, Buy) weit auseinanderliegen.

Der breitere Auslöser: Rotation weg von Softwarewerten

Den eigentlichen Ausschlag für die Schwächephase seit Anfang Juli gab laut mehreren Berichten aber nicht die UBS-Analyse, sondern der US-Konkurrent Oracle: Dessen überraschend hohe angekündigte Investitionen in KI-Infrastruktur lösten eine Umschichtung aus Softwarewerten in Hardware- und Chiptitel aus, die auch SAP traf. Eine Sektor-Abstufung europäischer IT-Werte durch die UBS verstärkte den Abverkauf zusätzlich.

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Zusätzlicher Gegenwind für SAP-Aktie: Iran-Konflikt und Quiet Period

Berichte über neue US-Angriffe auf iranische Ziele beendeten zudem eine kurze Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, was europäische Technologiewerte insgesamt belastet. SAP selbst befindet sich derzeit in der Quiet Period vor den Quartalszahlen am 23. Juli und äußert sich bis dahin nicht offiziell zur Geschäftsentwicklung.

Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2,6 Milliarden Euro bis Ende Juli; die erste Tranche kaufte SAP zu einem Durchschnittspreis von 161,16 Euro zurück, deutlich über dem aktuellen Kursniveau.

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Claudia Stephan, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: nitpicker / Shutterstock.com, nitpicker / Shutterstock.com

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