Iran-Konflikt im Blick: DAX mit Verlusten erwartet -- Asiens Börsen in Rot -- Trump dementiert Hormus-Schließung -- Apple verklagt OpenAI -- Fresenius, VW, AMD, SpaceX, Novo Nordisk im Fokus
Fraport senkt Passagierziel 2026 für Frankfurt. Mercedes-Benz erringt Teilsieg vor Gericht in Großbritannien. Adeyemi-Wechsel bringt BVB Millionenbetrag. Daimler Truck-Chefin Rådström sieht gesamte europäische Branche bedroht.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex wird zum Wochenstart mit deutlichen Verlusten erwartet.
Nachdem der DAX dürfte zum Wochenstart weitere Verluste verzeichnen und könnte dabei unter die runde Marke von 25.000 Punkten fallen.
Der TecDAX wird ebenfalls schwächer erwartet.
Neue Angriffswellen der USA gegen den Iran und kräftig anziehende Ölnotierungen haben den asiatischen Börsen einen schwachen Start in die Handelswoche beschert. Vor diesem Hintergrund dürfte auch der DAX am Montag nachgeben.
In der Nacht zum Montag nahm das US-Militär den Iran über mehrere Stunden hinweg abermals unter Beschuss - nachdem bereits am Wochenende Schläge erfolgt waren. Nach offiziellen Angaben wurden Luftabwehrsysteme, Radaranlagen, Abschussrampen für Raketen und Standorte von Drohnen sowie kleinere Boote ausgeschaltet, um dem Land künftige Übergriffe auf den internationalen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu erschweren. Damit handelte es sich bereits um den vierten derartigen Vorstoß, seit die Kampfhandlungen in der Nacht zum Mittwoch erneut ausgebrochen waren.
"Die Ölpreise steigen und die Aktienkurse fallen, nachdem die Anleger einmal mehr über die Verwerfungslinie der Straße von Hormus gestolpert sind", kommentierte Marktbeobachter Stephen Innes. "Der Iran sagt, sie ist geschlossen. Die USA sagen, der Schiffsverkehr fließt. Beide Aussagen sind technisch vertretbar. Ein labiles Gleichgewicht, das für Unbehagen sorgt."
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Die europäischen Aktienmärkte dürften am Montag ebenfalls abgeben.
Der EURO STOXX 50 bewegt sich vorbörslich klar auf rotem Terrain.
Für den Auftakt der neuen Handelswoche stellen sich die Händler am Montag auf eine schwache Verfassung ein. Weil im Iran-Krieg beide Seiten ihre Angriffe wieder aufgenommen haben, klettert der Ölpreise. Die Situation "bleibt unbeständig und ist das primäre Extremrisiko für die Energiemärkte und die allgemeine Stimmung", so UOB Global Economics and Markets Research. "Die jüngste Ölpreisrally, angetrieben durch Tankerangriffe und erneute Angriffe zwischen den USA und dem Iran, zeigt, wie kritisch die Ströme durch Hormus kurzfristig für die Preise bleiben", hieß es von Goldman Sachs Research. Derweil beginnt am Dienstag die Bilanzsaison mit den Ergebnissen der großen US-Banken.
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Die US-Börsen präsentierten sich am Freitag schlussendlich höher.
So eröffnete der Dow Jones Industrial im Plus und setzte sich nach einem Abstecher auf rotes Terrain wieder in der Gewinnzone ab. Er beendete die Handelswoche mit einem Aufschlag von 0,29 Prozent bei 52.637,01 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite war negativ gestartet und konnte sich zunächst nicht für eine Richtung entscheiden. Schlussendlich setzte auch er sich im positiven Bereich fest und ging 0,29 Prozent stärker bei 26.281,61 Zählern in den Feierabend.
Marktteilnehmer sprachen insgesamt von Zurückhaltung vor dem Wochenende und bevor in der kommenden Woche die US-Berichtssaison Fahrt aufnimmt. Wichtige US-Daten standen zum Wochenausklang nicht auf der Agenda. Keine neuen Entwicklungen gibt es auch im USA/Iran-Krieg.
In der kommenden Woche werden die US-Banken den Startschuss in die Berichtssaison geben. Am Dienstag legen JPMorgan, Bank of America, Goldman Sachs, Wells Fargo und Citigroup ihre Quartalszahlen vor.
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Am Montag geht es für die Börsen in Fernost abwärts.
So verliert der Nikkei 225 in Tokio gegen 07:00 MESZ 2,40 Prozent auf 66.910,27 Punkte.
Auch auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite 1,54 Prozent im Minus bei 3.934,74 Zählern.
Der Hang Seng zeigt sich derweil 0,11 Prozent tiefer bei 24.148,53 Einheiten.
In Seoul bricht der als besonders technologielastig geltende KOSPI zeitweise um 7,22 Prozent auf 6.936,23 Punkte ein.
Im Nahostkonflikt verschärfte der Iran am Sonntag die Lage: Aus Vergeltung für die Angriffe des US-Militärs richtete das Land seine Raketen und Drohnen nun auch gegen Staaten am Persischen Golf. Parallel dazu kündigte Teheran an, die Straße von Hormus zu sperren. Washington hielt dem entgegen - Präsident Trump versicherte, der Handelsverkehr durch die Meerenge werde weiterhin von den USA gesichert und bleibe frei. In der Folge legt der Brent-Preis um etwa 4 Prozent zu und notiert knapp oberhalb der Marke von 79 Dollar.
Je stärker die Furcht vor anziehender Teuerung wird, desto lauter werden die Erwartungen an höhere Zinsen - eine Konstellation, die vor allem Technologiewerte belastet, da diese oft ambitioniert bewertet sind. Im Fokus der Marktteilnehmer steht dabei der Zinsentscheid der südkoreanischen Notenbank am Donnerstag. Diese hatte jüngst signalisiert, dass eine hartnäckige Inflation, eine solide Konjunktur, eine schwache Landeswährung sowie kletternde Immobilienpreise eine restriktivere Ausrichtung notwendig machen könnten. Fachleute rechnen damit, dass die Währungshüter den Leitzins auf 2,75 Prozent anheben.
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