Umfeld angeschlagen, Ölpreise belasten: DAX dürfte Kampf um 25.000 Punkte wieder aufnehmen
Nachdem der DAX am Montag die geopolitischen Sorgen abschütteln konnte, droht am Dienstag ein Rückschlag. Angesichts neuer US-Sanktionen am Persischen Golf dürfte die geopolitische Risikoprämie den Rekordlauf des Leitindexes weiter ausbremsen.
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Der weiter eskalierende Nahost-Konflikt hat den DAX am Montag weitgehend kaltgelassen. Nach der schwachen Vorwoche verbuchte er zum Handelsende einen kleinen Gewinn von 0,19 Prozent auf 25.114,25 Zähler.
DAX-Rekordlauf vorerst abgebrochen
Bis zum Wochenbeginn am vergangenen Montag hatte der deutsche Leitindex an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen immer neue Rekordstände markiert. Das aktuelle Allzeithoch stammt vom 6. Juli und liegt bei 25.900,10 Indexpunkten. Mit dem Schlusskurs vom selben Tag von 25.817,89 Zählern ging der DAX auch auf dem höchsten Stand aller Zeiten in den Feierabend.
Umfeld leicht angeschlagen
Der DAX startet am Dienstag in einem spürbar verhaltenen Marktumfeld. Vor dem Beginn des XETRA-Handels zeichnet sich eine schwächere Tendenz ab - die Indikation bewegt sich am frühen Morgen im Bereich von 25.020 bis 24,928 Punkten. Belastet wird die Stimmung durch die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, wo nach neuen militärischen Entwicklungen am Persischen Golf die Ölpreise anziehen. Der Preis für das schwarze Gold war zuletzt auf den höchsten Stand seit einem Monat gestiegene und dürfte am Dienstag auf die Kurse am deutschen Aktienmarkt drücken. Die Ankündigung einer Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen ansteuernde Schiffe und einer Gebühr für die sichere Durchfahrt der Meerenge von Hormus durch US-Präsident Donald Trump trieb den Brent-Ölpreis über Nacht auf rund 85 US-Dollar nach oben.
Geopolitik bleibt im Fokus
Die Finanzmärkte seien zuletzt von der Einschätzung "fragiler Arbeitsbeziehungen" zwischen den USA und dem Iran zu einer "heiklen Konfrontation mit wenig Aussichten auf einen Kompromiss" umgeschwenkt, schrieb Marktexperte Stephen Innes. Der Ölpreis preise folglich eine geopolitische Risikoprämie ein.
Schwache Vorgaben drücken die Stimmung
Auch schwache Vorgaben der US-Technologiebörsen dämpfen den Optimismus der Anleger im frühen Geschäft. Hinzu kommt, dass auch die Anleger in Asien am Dienstag eher zu Verkäufen tendieren und damit schwache Vorgaben für den europäischen Handel liefern.
Claudia Stephan, Melanie Schürmann, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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