Daytrader im Visier

Howard Marks warnt vor dem Trading-Boom: "Das ist ungesund"


Howard Marks warnt vor dem Trading-Boom: "Das ist ungesund"

Die Börsen haben sich nach dem Corona-bedingten Einbruch im März wieder deutlich erholt. Teilweise stehen die Märkte jetzt sogar höher als vor dem Crash, der den längsten Bullenmarkt der Geschichte beendete. Milliardär Howard Marks betrachtet die aktuellen Trading-Aktivitäten am Markt aber mit Sorge.

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• Howad Marks sieht Parallelen zur Dotcom-Blase 1999
• Warnung vor "Just-for-fun"-Anlegern
• Lösen Daytrader eine Katastrophe aus?

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Schon seit einiger Zeit warnt der Gründer der Investmentgesellschaft Oaktree Capital, Howard Marks, vor einer Kaufpanik am Markt und erklärte, die jüngste Rally sei auf das FOMO-Phänomen zurückzuführen. Anleger hätten also Angst, etwas zu verpassen und würden aus diesem Grund in den Aktienmarkt einsteigen. Nun nahm der Investor die aktuelle Marktlage erneut zum Anlass, mit Sorge auf die Anleger zu blicken. Dabei nimmt er besonders eine bestimmte Art von Marktteilnehmern ins Visier.

Daytrader sind ihm ein Dorn im Auge

Im Interview mit CNBC weist der Marktexperte auf Ähnlichkeiten zwischen der aktuellen Marktlage und der Dotcom-Krise hin und verweist dabei insbesondere auf den spekulativen Charakter der Märkte. "Das erinnert mich an die Leute, die 1999 Daytrading betrieben haben und Daytrading zu einer Strategie erklärt haben, die man nicht verpassen darf", so Marks. Schließlich seien die Techaktien nur ein Jahr später kollabiert.

Tatsächlich blickt er mit Sorge auf die neue Generation an Börsenspekulanten und erklärte, es sei ein schlechtes Zeichen, "wenn Aktien von Menschen gekauft und gehalten werden, die davon ausgehen, dass die Kurse nur nach oben gehen können". Zwar gehe er davon aus, dass nur eine Minderheit der Anleger im Daytrading aktiv sei, betonte aber zugleich: "Es ist nicht gesund, dass es Leute gibt, die Aktien nur zum Spaß kaufen".

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Rücksichtsloses Daytrading könne zu einer Katastrophe führen, warnte der Milliardär im Interview. Es gebe Leute, "die das für ein Glücksspiel halten und glauben, es sei wie Football-Wetten". Er halte dies "für keine gute Sache".

Daytrader Portney hält dagegen

Doch nicht alle Investoren sehen die aktuellen Marktentwicklungen mit Sorge. Daytrader Dave Portney sieht die Sache naturgemäß anders als Marks und macht sich über den milliardenschweren Gründer in einem Tweet lustig:

"Ein anderer armer, trauriger Milliardär ist sauer, dass die Leute außer ihm und Warren eine Menge Geld verdienen", sagte er. "Armer alter Howard."

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Mit seinem Tweet nimmt Portney auch Bezug auf Starinvestor Warren Buffett, dem das aktuelle Marktumfeld aufgrund der hohen Aktienbewertungen ebenfalls nicht zusagt und der mit seiner Holding Berkshire Hathaway zuletzt einen Milliardenverlust eingefahren hatte. Zum Quartalsende saß der Börsen-Guru auf liquiden Mitteln in Höhe von 137 Milliarden Dollar, das waren fast 10 Milliarden mehr als ein Vierteljahr zuvor. Echte Anlagemöglichkeiten sieht Buffett in den aktuellen Märkten aber nicht - ganz anders, als viele Daytrader.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Andrey Burmakin / Shutterstock.com, iStock

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