Demokraten verspotten Trumps Parteitag als 'alternative Realität'
WASHINGTON (dpa-AFX) - Das Lager des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden hat den Republikanern vorgeworfen, auf ihrem Parteitag in North Carolina eine "alternative Realität" zu inszenieren. Das dort gemalte Bild Amerikas kenne nicht den Tod von Tausenden mit dem Coronavirus infizierten Menschen in der vergangenen Woche, erklärte die stellvertretende Wahlkampfleiterin Kate Bedingfield am Dienstagabend (Ortszeit) nach dem zweiten Tag des republikanischen Nominierungsparteitags. Im Amerika der Republikaner sei die Wirtschaft nicht zum Stillstand gelangt und Schulkinder seien nicht gezwungen, zuhause zu bleiben.
"Die fortgesetzte Weigerung von Donald Trump, dieses Virus ernstzunehmen, hat den Vereinigten Staaten den schlimmsten Ausbruch in der Welt gebracht", hieß es in einer Mitteilung von Bidens Wahlkampfteam nach dem zweiten von vier Tagen der republikanischen Versammlung. D
Die Weigerung des Parteitags, "sich mit der Realität abzufinden", belege das "völlige Führungsversagen" des Präsidenten. So habe Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow vom Coronavirus nur in der Vergangenheitsform gesprochen. "Das amerikanische Volk kann es sich nicht leisten, dass Donald Trump seinen Kopf weiter in den Sand steckt", kritisierte Bedingfield. Das Weiße Haus müsse endlich handeln und dürfe sich nicht weiter der Realität verweigern./pz/DP/zb