Deutsche Bank-Aktie fester: Rückzug aus indischem Privatkundengeschäft

Die Deutsche Bank zieht sich aus dem Geschäft mit Privatkunden und Vermögenden in Indien zurück und verkauft das Geschäft an die indische Kotak Mahindra Bank Ltd.
Werte in diesem Artikel
Eine entsprechende "endgültige Vereinbarung" sei am Dienstag unterzeichnet worden, teilten beide Banken mit.
Kotak erwirbt demzufolge das gesamte Retail-, Private Banking- und Wealth Management-Geschäft der Deutschen Bank in Indien. Dies umfasst den Angaben zufolge Kredite in Höhe von umgerechnet rund 2,7 Milliarden Euro, Einlagen von rund 1,5 Milliarden Euro sowie verwaltete Vermögen von rund 1,0 Milliarde. Der Bereich betreut etwa 150.000 Kundinnen und Kunden und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter.
Kotak legt für die Akquisition laut offiziellen Filing 2,82 Milliarden indische Rupien (umgerechnet gut 26 Millionen Euro) in bar auf den Tisch.
"Diese Transaktion passt gut zu unserem Fokus auf vermögende Kunden und kleine und mittlere Unternehmen (KMU)", sagte Ashok Vaswani, CEO der Kotak Mahindra Bank. "Sie ist eine starke strategische Ergänzung und ist auch aus wirtschaftlicher Sicht überzeugend." Die Bank erhalte "ein qualitativ hochwertiges Kundenportfolio und erfahrene Teams und schaffen zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten durch eine größere Reichweite und die Erschließung angrenzender Geschäftsfelder".
Die Deutsche Bank ihrerseits teilte mit, die Transaktion sei "ein wichtiger Schritt zur Schärfung des Portfolios und zur Konzentration auf Bereiche, in denen wir die notwendige Größe, Stärke sowie die Fähigkeit haben, nachhaltige Renditen zu erzielen". Die Bank sei weiterhin "eng mit Indiens wirtschaftlichen Prioritäten verbunden, gestützt durch unsere starke Unternehmensbank und Investmentbank sowie das kontinuierliche Wachstum unserer Geschäftsfelder, einschließlich DWS".
Die Transaktion werde die Eigenkapitalrendite (RoE) der Kotak Bank und die harte Kernkapitalquote (CET1) der Deutschen Bank erhöhen. Die Banken rechnen mit einem Abschluss der Transaktion bis September 2027, vorbehaltlich der erforderlichen aufsichtsrechtlichen Genehmigungen, wie zum Beispiel durch die indische Wettbewerbskommission.
Via XETRA legt die Aktie der Deutschen Bank zeitwiese 0,32 Prozent auf 29,62 Euro zu.
DOW JONES
Ausgewählte Hebelprodukte auf Deutsche Bank
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Deutsche Bank
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
Weitere Deutsche Bank News
Bildquellen: Cineberg / Shutterstock.com
